in America. V Buch. X Cap. zu
„sechs und dreyßig Minuten Norderbreite, fünf bis sechs Meilen vom Meere, und mit- Beschreib,„ten in einem angenehmen Thale. Er hat zwo kleineSpitzen, aus welchen ohne Unterlaß vonNeuspa-„entweE eine Flamme oder Rauch schlägt. Die Stadt gleiches Namens liegt in einem ^ ,
„benachbarten Thale, und wird als das angenehmste und fruchtbareste in ganz Mexico ge-„rühmet. Seine Breite an der See beträgt wenigstens zehn Meilen, und hat es eine„kleine Bay. Die Stadt soll groß, reich, und die vornehmste im Lande seyn. Nicht„weit davon liegen noch einige andere spanische Städte. Die beste darunter ist Sallagua,
„im Westen der Colimabay; sie hat einen kleinen Hafen unter achtzehn Grad zwey und fünf-zig Minuten. „
Dampier gedenket zwar auch des Hafens Chequetan, aber ohne die Lage desselbigenzu bestimmen. Dagegen ist dieser Ort in Ansons Reise sorgfältig beschrieben, und gehö-ret er, wie es scheint, zu Mechoacan. „Es liegt dieser Hafen oder diese Rhede unter sie-„benzehn Grad sechs und dreyßig Minuten Norderbreite, und dreyßig Meilen westlich von„Acapulco. Der Strand ist auf achtzehn Meilen weit von Acapulco sandig, und wegen„des gewaltsamen Brechens der Wellen, nicht möglich, daselbst zu landen. Gleichwohl ist„der Grund so rein, daß man in der schönen Jahreszeit auf eine oder zwo englischeMeilen„vom Ufer in aller Sicherheit vor Anker liegt. Das Land ist gut, es scheint wohl ange-schauet und voll Dörfer zu seyn, auch erblicket man auf den Anhöhen hin und wieder Thür-me , darinnen vermuthlich Wache gehalten wird. Ueberhaupt fällt das Land sehr anmu-„thig ins Gesicht. Einige Meilen weit vom Ufer wird es von einer Reihe Gebirge, die„sich rechts und links von Acapulco sehr weit erstrecket, eingeschlosien. Noch fünf englische„Meilen weiter findet man einen einzelnen runden Berg, den man von ferne wie eine In-„sel ansieht. Drey dergleichen Meilen weiter gegen Westen steht, nur zwo Ankerthauen„weit vom Ufer, ein weißer sehr kenntlicher Berg, und zwar in einerBay, die etwan neun„Meilen zur Oeffnung hat. Ihre westliche Spitze wird von einem Berge Pekaplan, ge-kannt , gebildet. Eigentlich ist dieser Berg eine Halbinsel, und hangt, vermittelst einer„niedrigen schmalen mit Gebüsche und niedrigen Klippen besetzten Erdzunge, an dem festen„Lande. Hier beginnet die Seguatanekobäy, die neben der peküplanschen , als welche nur„ein Stück von ihr ist, sehr weit gegen Westen fortstreichk. An der Mündung dieser„Bay, und in einiger Entfernung vom Berge, steht eine Menge Klippen sehr dicht bey-„sammen. Sie haben von dem vielen darauf liegenden Vogelmiste eine ganz weiße Farbe;
„die vier größten unter ihnen gleichen so ziemlich einem Kreuze, und heißen die vier weis-„sen Mönche. Sie liegen West gen Nord von Petaplatt; sieben englische Meilen weit„westlich von ihnen findet man die Einfahrt in den chequekanschen Hafen, wiewohl er an„einer großen in Südsüdwest von seiner Mündung, und anderthalb englischeMeilen davon„gelegenen Klippe am allerkenntlichflen ist.
„Hält man nahe genug an das Land, so fällt es bey so vielen Merkmaalen nicht mög- Beschreibung„sich, den Hafen Chequetan zu verfehlen. Vom halben WeinMonate bis zu Anfange des Hafens„Maymonateö hat man keine Gefahr an der Küste zu besorgen r allein, die übrige Zeit des Chequekan.„Jahres ist sie gewaltsamen Wirbelwinden, heftigem Regen, und aus allen Strichen des„Compastes tobenden Winden, unterworfen. Wer weit von der Küste bleibt, der ver-mag diesen Hafen nicht anders, als vermittelst seiner Breite, zu finden. Denn es stehen
„inwen-
gehören alle diese Orte unstreitig zu dieser letztem Landschaft. /) Dampier, amang-O. a. d.zSzS.