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Reisen und Entdeckungen
Beschreib. Der Landschaft Vera paz giebt man ungefähr fünf und dreyßig Meilen zur Lange,vonNönspa- und eben soviel zur Breite. Sie stößt gegen Norden an Pucatan, gegen Osten an Hon-"ien. duras und die Landschaft Guatimala, gegen Süden an Soconufco, und gegen Westen an
' " Chiapa. Der Boden ist zwar voll Berge und Wälder, bringt aber dennoch Mais und
Die dritte alles, was zum Lebensunterhalte nöthig ist, hervor. Ihren Namen bekam die LandschaftLandschaft deswegen, weil sie sich den Spaniern, nachdem sie Guatimala und die benachbarten Lan-Vera Paz. de erobert hatten, ohne Widerstand unterwarf. Unterdessen giebt es doch noch zwischen die-ser Landschaft und Pucatan eine große Menge Wilde, welche von den Spaniern nochnicht bezwungen worden sind, ungeachtet ihnen die Unterwürfigkeit dieser Leute einen nichtgeringen Vortheil brächte; denn es stünde ihnen hernach auf dieser Seite der Weg bis nachCampen, einer in Pucatan gelegenen Stadt, offen, und die Handelsleute von Vera Pazund Guatimala könnten ihre Waaren weit sicherer, als auf dem Meerbusen, nach derHavana schaffen. Gage erzählet, es habe ein Mönch und Bekannter von ihm, NamensFranz Moran, sich unterstanden, das ganze Land bis nach Campen in Gesellschaft eini-ger Indianer durchzureisen: Zu Campen habe er einige Spanier, die über seine Verwegen-heit große Verwunderung bezeuget, angetroffen. Er gieng nachgehends wieder nach VeraPaz zurück, und mußte der Aufnahme, die er bey diesen Barbaren genossen hatte, vielesLob beylegen. Unterdessen hatte er doch, weil er ihre Sprache verstund, soviel gemerket,daß sie ihm bloß au§ Furcht, die Spanier möchten die Waffen auf das neue gegen sie er-greifen , dermaßen gütig begegneten. Nach seinem Berichte ist ihr Land ohne Vergleichbesser, als derjenige Theil des Landes, den die Spanier im Besiße haben, gleichwie erdenn eine Stadt, die in einem angenehmen Thäte am Ufer eines Sees lag, und wenig-stens zwölf tausend Einwohner hatte, daselbst antraf. Diese Kenntniß, die er von dem Landeerworben hatte, bewog ihn, nachSpanien zu gehen, und dem Hofe einen Vorschlag zu Eroberungdesselben zu thun. Was er ausgerichtet haben mag, ist nicht bekannt. Ungeachtet dieses Schlag-baumes zwischen Pucatan und Vera Paz aber steht doch den spanischen Einwohnern dieser letz-tem Landschaft der Weg nach dem Meerbusen auf einer andern Seite offen, und können sieaufselbigem ihre aus Spanien verschriebenen Waaren ohne sonderliche Beschwerung abholen n).
Eben diejenige Hauptstadt, welcher unsere Landbeschreiber den Namen Vera Paznebst einem bischöflichen Sitze beylegen, heißt in des Gage Nachrichten Codan, und hattezu seiner Zeit schon lange, das ist, schon seit mehr als hundert und dreyßig Jahren keinenBischof mehr. Sie wird von einem Alcaldemayor regieret, der zwar von dem spanischenHofe abgeschicket wird, gleichwohl aber unter der königlichen Regierung zu Guatimalasteht. Die Stadt hat nur ein einziges Kloster, und zwar vom Dominicanerorden. Zwargiebt es in der ganzen Landschaft sonst keine einzige Stadt, wohl aber einige ansehnlicheFlecken, welche den Namen einer Stadt gar wohl verdienen, absonderlich auf dem sacate-pequischen oder Grasgebirge, das die Bezirke Vera Cruz und Guatimala von einanderscheidet. Die ansehnlichsten unter besagten Flecken sind folgende vier: der erste St.Aago genannt , hat über fünfhundert Haushaltungen. Der andere Gt. Peter genannt,
sechs-
„setzete mich im Chöre auf einen Stuhl neben ihm „ten, traten alle Indianer aus dem ganzen Dorfe,„hin, und that wie ein rechter Heiliger, unge- „Männer, Weiber und Kinder,je drey oder vier, auch„achtet ich, die Wahrheit zu sagen, nur ein armer „wohl ganze Haushaltungen auf einmal herbey,„Sünder war. Sobald wir Platz genommen hat- „knieten vor mir nieder, um den Segen von mir
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