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Dreyzehnter Band.
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524 Reisen und Entdeckungen

Beschreib, bay und sodann nach Spanien geschaffet wird, imgleichen wegen der starken ViehzuchtvonMuspa-ungemein reich. Doch, das beste Stück von Guatimala ist die östliche Gegend, bis an. den Golfo Dolce, einen großen schistreichen See, der sich in die Hondurasbay ergießt.^ ^ ' Eben diese Gegend wird auch von Kaufleuten und Reisenden am starkesten besuchet, dar-

um weil Me.rico von der Hauptstadt dreyhundert Meilen weit gegen Norden, besagterSee aber nur sechzig Meilen weit davon liegt, ohne die geringste Beschwerlichkeit bereisetwerden kann, und ohne Unterlaß einen offenen Weg zum Handel mit Spanien darbiethet.Er wird im Heu - und Augustmonate ordentlicher Weise von zwey bis drey Schiffen besu-chet, welche ihre Waaren in dem Dorfe S- Thomas de Tastrlle in einige ausdrücklichdarzu erbauete Waarenhäuser niederlegen, und dagegen das von Guatimala dahin ge-schaffete Handelsgut, das öfters einige Monate lang auf ihre Ankunft wartet, an Bordnehmen. Gage verwundert sich darüber, daß die Spanier die Einfahrt in den See nichtbester befestigen, sondern sie den Einfällen der Ausländer offen stehen lassen. Gleichwohlwäre die Sache sehr leicht zu bewerkstelligen; denn, saget er, es wird besagte Einfahrtvon zween Bergen oder Klippen also eingeschlossen,»daß der Raum zwischen ihnen nicht übereinen Stückschuß beträgt. Besetzete man nun die Klippen mit grobem Geschütze: so könn-ten sie eine ganze Flotte abhalten, und nicht nur die Landschaft Guatimala, sondern aucheinen großen Theil von dem spanischen America in Sicherheit setzen. Der See bildet einedermaßen weitläuftige Rheede, daß wohl tausend Schiffe darinnen vor Anker liegen kön-nen. Wer in den Gedanken steht, es sey der Weg von S. Thomas bis nach Guacima-la allzubeschwerlich, der weis nicht, daß, nach verstrichener Regenzeit, das ist, vonMichaelis bis in den May, der Wind das Land austrockne. Ueber dieses kann auch, indem allerschlimmesten Wetter, ein Maulesel mit vier Zentnern Last, sehr bequem über dasam See gelegene Gebirge kommen. Denn die Heerstraßen sind in dieser Gegend sehr breit;nebst dem findet man in den fünfzehn Meilen, da der Weg am gefährlichsten ist, mittenim Gehölze und Gebirge von einer Weite zur andern nicht nur Häuser zum Ausruhen,sondern auch Vieh und Maulesel, nebst andern Bequemlichkeiten für die Reisenden. Nach-gehends wird der Weg bester, und man findet eine Menge indianische Dörfer. Aca--ifiabastlan ist ein großes fünfzehn Meilen weit vom Gebirge gelegenes Dorf; es liegt aneinem sehr fischreichen Flusse, und ist wegen seiner Viehzucht und Früchte berufen. Dasganze übrige Land bis nach Guatimala ist sehr wohl angebauet c).

Die besten Städte dieser Landschaft sind, ohne die Hauptstadt, folgende: S. Sal-vador, S. Miguel, die Dreysiüngkeir, Acarmla, Amamlan, Mftco, piüo-la und noch einige andere. Nun wollen wir den Gage zu Sacualpa oder Zoiada, demletzten zu Chiapa gehörigen Dorfe, aufsuchen, und ihm in seinen Beobachtungen folgen.Er zog über einen sehr steinigen Berg, und fand am äußersten Ende desselbigen ein Dorfauf einer Anhöhe, von welcher man die umliegende höchst fruchtbare Gegend sehr weit über-sehen kann. Besagtes Dorf heißt S. Martin, und ist der erste Ort im Guatimalschen.Nachgehends betritt man ein schönes Thal, und findet da Thlmalrenango, eines von den

größ-

r) Enge III Th. 20 Cap. in seinem Kloster empfangen wurde, wie er sich da

auf die Wissenschaften legete, gewisse Sahe öffent»«/) Es würde dem geneigten Leser wenig helfen, lieh gegen die Jesuiten vertheidigte, die Weltweis«wenn wir weitlauftig anführen wollten, wie Gage hell und nachgehende die Gottesgelehrsnmkeit leh-ren