Band 
Dreyzehnter Band.
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530
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Betreib.

vonNeuspa-

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Reisen und Entdeckungen

Ungeachtet nur besagter Hafen m) an der ganzen guatimalischen Küste der einzige ist,darein große Schiffe einlaufen können: so ist er doch nicht sowohl wegen seiner Bequemlich-keit, als wegen eines gewissen nur eine halbe Meile von ihm entfernten Feuerberges be-rühmt, indem die Spanier denselbigen für einen angezweifelten Höllenschlund halten -r).Eigentlich ist es kein Berg, wie zwar andere, denen diese Benennung beygelegt wird, sondernvielmehr im Gegentheile ein tief gelegener Platz ohne die geringste in der Nähe befindlicheAnhöhe. Nur schlägt beständig ein schwarzer dicker Rauch mit einem starken Schwefelge-rüche, zuweilen auch Flammen, heraus. Die Indianer selbst haben das Herz nicht, ihmnahe zu kommen. Wer es sich unterstund, der mußte seine Verwegenheit entweder miteinem plötzlichen Tode, oder mit einer schweren Krankheit, davon er sich kaum erholenkonnte, bezahlen. Ein gewisser Mönch und Bekannter des Gage wollte das Abenthcuerdennoch wagen: es kam ihm aber, schon auf drittehalb hundert Schritte weit, ein so dickerstinkender Qualm entgegen, daß er ohnmächtig zu Boden sank. Zwar raffte er sich wie-der auf, fiel aber in ein hitziges Fieber, dabey sein Leben in großer Gefahr stund o). Ga-ge, welcher zu dergleichen Wagestücken keine Lust hatte, bezeuget nur, er habe von ferneeinen starken Rauch gesehen. Dreyfaltigkeit ist übrigens auch wegen seiner Töpferarbeit,die man der von Mixco noch vorzieht, berühmt.

Von hier kömmt man auf der Landstraße nach St.Salvador, nach zurück gelegtenvier bis fünf Meilen, zu einem großen indianischen Dorfe, Chalevapan genannt. Vondiesem muß Gc.lOalvador oder Luzcarlan nicht weit mehr entfernet seyn, weil Gagenicht meldet, daß er unterweges irgendwo über Nacht geblieben wäre. Es liegt diese Stadt,wie er saget, vier und zwanzig Meilen von Guatimala, und hat mit Chiapa ungefähr ei-nerley Größe. Sie wird von Spaniern bewohnt, hat auch einen Statthalter von dieserNation, nebst einem Dominicanerkloster. An der Nordseite steht ein hohes Gebirge,Ehumales genannt, und die dasigen Indianer sind sehr arm. Man bauet zwar in derGegend um die Stadt vieles Zuckerrohr, ja man bereitet auch Indiz: unterdessen treibendoch die besten Meyerhöfe bloß die Viehzucht. Zehn Meilen weiter kam Gage an einengroßen Fluß, Ais de Lempa, genannt. Er hat das sonderbare Vorrecht, daß derje-nige, der entweder zu Gr.Salvador, oder überhaupt auf der guatimalischen Seite, etwasverbrochen oder Schulden gemacht hat, auf jener Seite des Flusses, welche zu LIicara-

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m) wodes Rogers nennet ihn Sonsonate,im Anfange des H Theiles a. d. 8 S-«) Gage IV Theil »Cap-a.d.rzs S.o) Ebendaselbst.

x) Dampier beleget eine von ihren Inseln mitdiesem Namen. Wodes Rogers nennet sie Fonseca.

-) DampierS Reise um die Welt I Theil a. d.Zr u. f. S- Wodes Rogers und Cooke setzen dasMeilenmaaß dieser Küste weiter fort, und lehrenuns noch einige andere Orte kennen- Von Ana-bacas bis an den Riff von Estapa rechnet man un-gefähr zwanzig Meilen. Vom Riff zu Estapa bisan den Fluß Meticalcs, zehn; von diesem Flusse bisan den nordöstlichen Feuerberg achtzehn Meilen, undnoch achtzehn bis an den Hafen Sonsonate oder

Dreyfaltigkeit. Zwischen dem estapischen Riffe undDreyfaltigkeit, läuft die Küste West gen Nord, undOst gen Süd. Sechs Meilenweit vom Metiralco-flusse ist noch einer. Will man im Dreyfaltigkeits--hafen vor Anker legen: so muß man gegen dierechte Seite, wo das Land am niedrigsten ist, halten,und so lange bis man zwölf Faden Wasser findet,das Senkbley nicht aus der Hand lassen, geradegegen die Vorrathshäuser laufen, und den Ankerin Südost fallen lassen; doch muß man große Vor-sichtigkeit gebrauchen, weil es bis an die Höhe vonPuma ve los Remedios, welche gegen Nordenund, Süden läuft, viele Sandbänke giebt. Vondiesem Dreyfaltigkeitshafen bis an die FeuerbergeIsalcas sind vier Meilen, von da nach Rio Lem-

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