Band 
Dreyzehnter Band.
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AZ8 Reisen und Entdeckungen

Beschreib. Reiset man aus der Landschaft L^icaraczua südöstlich nach der dorischen Landenge:vondlc.lspa> so betritt man die siebente Landschaft, welche Costa ricca heißt. Lionnel Wasser halt die-

_, se Benennung für einen Spottnamen, indem das Land sehr arm und unfruchtbar sey, und

Die VIILand-^ statt alles Reichthumes weiter nichts, als eine große Menge Vieh, darinnen gesehen habe.sihaft Lost» Es steht in geistlichen Dingen unter dem Bischöfe von Leon oder Nicaragua. Die-ricea- Hauptstadt heißt Carrhago; nebst dieser führen auch Esparza, Aranjue; und Castrod' Austria den Stadtnamen, ungeachtet sie ihn nicht sonderlich verdienen. Weil dasLandzwischen dem Süd-und Nordmeere eingeschlossen ist, so sollte man zwar glauben , es müssesowohl auf einer als auf der andern Seite die schönsten Hafen haben: allein, es sind nichtsdestoweniger sonst keine bekannt, als am Südmecre der Hafen Caldera, an der Bay glei-ches Namens, und am Nordmeere drey Flüsse, Namens Sucre, los Anzuelos und Vas-quez, deren Mündungen als ziemlich bequeme Buchten für kleine Schiffe anzusehen sind.porco Sau-Juan, ein kleiner Secplah der Landschaft LTlicaragua, liegt zwischen demFlusse Vasczuez und dem Desaguador, dessen Hafen er vorstellet.

Wie es inwendig in Costa ricca beschaffen seyn möge, davon weis man wenig zusagen. Wasser litt an der südlichen Küste dieses Landes, drey oder vier Meilen weit vonCaldera, Schiffbruch r). Dieses Unglück verursachte ihm eine sehr mühselige Landreise, dieer erzählet. Er mußte sieben oder acht Tage lang reisen, bis er endlich einen schöne» Fluß,den er St. Antonio nennet, erreichte. Vier Meilen von solchem traf er ein großes Vor-werk an, und sodann Esparza, ein benachbartes Städtchen. Uebrigenö sah er auf die-sem ganzen Wege nichts, als ein unbewohntes und ungebaueteö Land; ja ungeachtet er überdrey Wochen lang zu Esparza blieb, so besteht doch seine ganze Nachricht von diesem Ortenur darinnen, es stehe eine Pfarrkirche und zwey Klöster da. Gage hingegen ertheilet semmAnmerkungen von diesem Lande eine größere Weitläufigkeit, ungeachtet er daselbst die Tü-cke des widrigen Schicksals nicht weniger, als Wasser, empfinden mußte.

Reise des Gar Er reisete von Grenada aus, und genoß, wie er saget, auf seinem Wege an den listengc in deiland-des nicaraguischen Sees , zween Tage lang die Anmuth eines Landes, das nach seinem Er-r^ca messen wegen der unvergleichlichen Gegend, der schönen Dörfer, und bequemen Wege, dieBenennung eines irdischen Paradieses mit allem Rechte verdienet. Ein erstaunlich großerCrocodill fuhr unversehens aus dem See heraus, und brachte ihn in die äußerste Lebensge-fahr. Er verfolgcte ihn mit unglaublicher Geschwindigkeit, und es wäre entweder er selbst,oder doch sein Maulesel ein Raub dieses grimmigen Thieres geworden, wofern nicht seine spani-schen Begleiter ihm zugerufen hätten, er solle aus der Straße welchen, und nicht geradeaus reiten, sondern hackenschlagcn. Auf diese Weise kam er endlich noch mit heiler Hantdavon. Am dritten Tage hatte er den See noch immer, das ist, nach zurück gelegten zwan-zig Meilen, im Gesichte. Nachgebcnds betrat er ein steiniges rauhes Land, das sich mehrgegen das Südmeer als gegen die Nordsee neigte. Auf der ganzen übrigen Reise bis nachCarrkaczo sah er nichts merkwürdiges, als große Wälder, darinnen man nach seinem Er-achten sehr schönes Holz zum Schiffbaue fällen könnte. Er mußte über viele Berge und durchWüsteneyen reisen, und sah zuweilen in zween Tagen nicht das geringste Dorschen. Dochhat die Vorsorge der benachbarten Obrigkeiten diese Gegenden zur Bequemlichkeit der Rei-senden hier und dort mit Hütten versehen. Dieser langweilige und verdrießliche Weg sich-rere ihn endlich nach Ccrrchago.

r) Reise Lionnel Wassers a.b. rr- u. folg.S.