in America. V Buch. X Cap. 5Z9
Es enthalt diese Hauptstadt der ganzen Landschaft etwa vierhundert Haushaltungen, Beschreib,und viele reiche Kaufleute, nebst einem spanischen Statthalter. Auch war damals ein vonNeuspa-
Bischof und drey Klöster da. Dem Gage wurde Zeit und Weile llang, bis er sich nach _,
Earrhagencr oder Porto bello einschiffen konnte. So bald er nurffvernahm, es gäbe der-gleichen Gelegenheit auf dem Fluffe Guere oder los Anzuelos': so begab er sich auf denWeg. Man riekh ihm, er solle deswegen nach Suere gehen, weil man auf dieser Straßeviele indianische Dörfer und spanische Vorwerke antrifft. Das Land ist zwar gebirgichk,
-och hat es fruchtbare Thäler und vortreffliche Meyerhöfe, nebst einer starken Schweinezucht.
Die Indianer sind zwar in dieser Gegend nicht so leicht zu bedeuten, als in andern neuspa-nischen Landschaften: sie tragen aber doch das Joch mit eben der Gelassenheit, als andere.
Gage blieb so lange in einem spanischen Vorwerke am Suereflusse, bis eine mit Honig,
Leder und andern Waaren beladene Fregatte abgieng. Man versicherte ihn, das allerge-fahrlichste auf dieser Fahrt sey das Auslaufen aus dem Flusse, indem sein Strom an eini-gen Orten ungemein reißend, anderswo hingegen seichte, überhaupt aber bis an die Mündungvoll Klippen sey. Nun kam er zwar glücklich aus dem Fluffe: allein, er stet zwo Meilenweit von der Küste unter die Stücke zweyer holländischen Kriegesschiffe, dagegen seine Fre-gatte schlechten Widerstand leisten konnte. Bey dieser Gelegenheit verlor er ungefähr achttausend Piaster, die er der Mildthätigkeit der Indianer zu Lliixco, pignola, Amamlan,und Pecapm r) zu danken, und seit zwölf Jahren zusammen gesparet hatte. Anfänglichließ man ihm, in Betrachtung seines geistlichen Standes, nur seine Bücher, einige auf Ku-pfer gemalte Bilder, und seine Kleider. Diese Gutwilligkeit machte ihn so beherzt, daßer sich sein Bette ebenfalls ausbath. Man ließ es ihm, und auf diese Weise brachte ernoch ungefähr tausend Thaler an doppelten Pistolen, die er in die Matratzen vernähet hat-te, davon« Der Schiffer hingegen, und die übrigen Spanier auf der Fregatte waren weitübler daran; denn sie behielten nichts, als das leere Schiff; alles, was Geldes werth, odersonst zu brauchen war, wurde heraus genommen.
Sie setzten hierauf ihren Weg mit großer Betrübniß nach los Anzuelos fort: allein,weil die Fregatten dieses Flusses schon abgesegelt waren, so beschloß Gage, nach Earthagozurück zu gehen. Sowohl die Spanier als Indianer gicngen ihm, aus Mitleiden übersein Unglück, mit einer Beysteuer an die Hand, dadurch sein erlittener Verlust einigermaßenersetzet wurde. Eben um dieselbige Zeit kamen einige Kaufleute von Eomapaga undGuatimala mit dreyhunderr leeren Mauleseln nach Carchags, und wollten, um die Thierein dem darischen Landstriche zu verkaufen, zu Lande über das veraguische Gebirge dahin rei-sen. Es ist diese Handlung, welche alle Jahre getrieben wird, die einzige, die man zu Lan-de mit Panama wagen darf. Denn der Weg ist, nicht nur wegen des Gebirges,sondern auch wegen der benachbarten wilden Völker, welche Spanien noch zur Zeit nichthat bezwingen können, höchst gefährlich. Nichts destoweniger wollte Gage nebst drey ebenso beherzten Kaufleuten, diese Straße ergreifen: es widerriethen ihm aber einige gute Freunde,die wegen seiner zu (sarthago abgelegten Predigten viele Hochachtung gegen ihn gefastet hatten,dieses Vorhaben; und als bald hernach die Nachricht einlief, es wären die sämmtlichen Kauf-leute von den Wilden erwürget worden, so mußte er den gegebenen Rath für eine Stimmedes Himmels, der ihn vor dergleichen Unglücke bewahren wollte, ansehen. Man riekh ihm,er sollte einen Versuch thun, ob vielleicht die Südsee glücklicher für ihn seyn möchte, alsdie NAdsee, und in dieser Absicht nach LILcoyaam Salzbusm, und. nach Lhira
Pyy 2 reisen,