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Dreyzehnter Band.
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Reisen und Entdeckungen

Beschreib, reisen, wo es ihm an Gelegenheit, sich nach Panama einzuschiffen, nicht fehlen könnte. Die-vonLIeuspa- ffn Vorschlag ließ er sich gefallen. Der Weg. den er von Carrhago nach LTsicoya reisete,

ist sehr gebirgicht, und dermaßen beschwerlich, daß er den letztbesagten Hafen, welcher übri-gens, wie er saget, ein sehr schönes Dorf vorstellet, bey seiner Ankunft daselbst, sein non plmUltra nannte. Ja, weil er zum Einschiffen nach Panama keinen andern Hafen mehr, alsdiesen, zu finden verhoffte, so wollte er eine Säule mit der vorhingemeldeten Aufschrift auf-richten lasten. Kein Mensch, fahrt er fort, hat je etwas mit größerem Muthe, als ichdiese Reise, verrichtet. Er hatte von Mixco bis nach Vlicoya ungefähr sechshundert fran-zösische oder achtzehn hundert englische Meilen von Norden nach Süden zurückgeleget; hie-zu kam noch seine Reise von Vera-Cruz nach Mexico, von Mexico nach (Fnarimala,sodann nach Vera-Paz, nach Golfs dolce und bis puerro de Cavallos, welches allesnach seiner Rechnung gleichfalls dreyzehn bis Vierzehnhundert englische Meilen beträgt;alles dieses nun sollte zum ewigen Angedenken in die Säule eingegraben werden ü).

Correal, welcher, gleich dem Gage, diese Gegend durchreisete , meldet, es wären dieIndianer, welche das Gebirge zwischen Carrhago und LJicoya bewohnen, ungemeinwild, und den Spaniern todtfeind. Die Spanier nenneken sie, weil man sie noch nichthabe bezwingen können, Indios bravos /).

Die achte Die letzte zu der guatimalschen Landvogtey gehörige Landschaft heißt Veragua. SieLandschaft, stößt an den darischen schmalen Landstrich, und liegt, gleich der vorigen, zwischen demSüd-

und Nordmeere. Man giebt ihr von Osten nach Westen etwa fünfzig Meilen, und vonNord nach Süd vier und zwanzig. Ihre vornehmsten Städte sind, erstlich Conception,welche den Titel der Hauptstadt trägt, und einen ansehnlichen Hafen am Nordmeere hat;ferner inwendig im Lande Trinidad und Santa Fe; am Südmeere,der kleine Haftn Car-los, und noch ein anderer, parita genannt, der seinen Namen dem Busen, daran erliegt,giebt. Christoph Columbo entdeckete diese Landschaft im Jahre 1502, wurde unter demTitel eines Herzogthums damit belehnet; und diese Belohnung seiner Dienste ist unter al-len übrigen, die ihm der spanische Hof bewilligte, beynahe die einzige, die bis auf seineNachkommen kam. Von der inwendigen Beschaffenheit des Landes ist den Ausländernwenig bekannt. Die Spanier haben ihre Kenntniß aus Beysorge, sie möchte ihrer Hand-lung schaden, oder zu Ausfindung eines Landweges von einem Meere zum andern Gelegen-heit geben, jederzeit als ein Geheimniß für sich behalten. Dem ungeachtet haben einigeFreybeuter den nur besagten Weg glücklich gefunden; doch wir werden bey der Beschrei-bung der darischen Landenge davon sprechen, und müssen voritzt nur an die Sammlung derübrigen Nachrichten von Veragua gedenken.

Dampier erzählet, als er im Jahre 1681 den Vorsatz gefastet, von dem VorgebirgeLorenzo am Südmeere über die darische Landenge zu reisen, so habe er von besagtem Vorge-birge bis an den Chepo zwanzig Tage zugebracht. Dieser Fluß war unter denen, die sichaus der Landenge in das Südmcer ergießen, der letzte, den er antraf. Von hier hatte er neunenglische Meilen über einen hohen Berg zu reisen. Den folgenden Tag überstieg er »ocheinen, und mußte sodann einige englische Meilen auf seinem Gipfel fortreisen, ehe er Herab

steigen

Er gesteht offenherzig, es sey ihm dabey das dacht der Indianer eingetragen halte, auf einmalSprichwort eingefallen, wie gewonnen so zerron- eingebüßet. Ebend. a. d. 26z S-«en; denn er habe alles,was ihm die blinde An- /) Ebendaselbst IVter Theil 7 Capitel. Hier

geht