in America. V Buch. X Cap. 54»
steigen konnte. Diesen Tag legete er in allem neun englische Meilen zurück, und blieb bey Beschreib,einer schönen Quelle über Nacht. Den folgenden Tag bestieg er den dritten Berg, reise- vonv7eust>a-te fünf englische Meilen auf seinem Gipfel fort, und erblickete, als er das Endeerreichet hatte, das Nordmeer. Unten in der Ebene fand er den ersten Fluß, der in dasNordmeer sich ergießt, vorher aber ungemein weitläuftige Gründe durchstreicht- Erheißt Conception de Deragua. Seine Gefährten versorgeten sich in einem indianischenWohnplaße mit Canoten, darinnen sie mit einander bis an die Mündung des Flusses fuhren,und betrug diese Tagereise, von dem Fuße des Berges bis dahin, etwa sieben englische Mehlen. Um die Mündung herum hatten sich viele Indianer in der Absicht, von den Freybeu-tern etwas zu gewinnen, niedergelassen. Diese versorgeten unsere Reisenden mitPames, Plan-tauen, Zucker, Zuckerrohre, Vögeln und Eyern: allein, von einer Stadt gedenket Dampiernicht das geringste, ja nicht einmal von der läge besagter Mündung. Nach dem Berichteder Indianer kamen öfters sowohl englische als französische Freybeuter hieher, und dreyMeilen weit von der Mündung lag eine Insel, der Schlüssel, oder auch Isle de la Sondegenannt. Sie ist die letzte auf der Westseite unter den Saindales Eylandcn. Dampierhatte zwar von der -Lorenzbuchc, wo er mir seinen Gefährten ans Land getreten war, bishierher drey und zwanzig Tage auf der Reife zugebracht, und bis an den Fluß Conceptionwenigstens hundert und zehn englische Meilen zurück geleget: allein, hiervon waren wohlfünfzig für die Umwege zu rechnen, die man bloß, um einige hohe Berge zu vermeiden,durch die Thäler nehmen mußte, außerdem aber und wofern es angienge, aus der panck-mabay den Chepofluß aufwärts zu fahren, gar nicht nöthig hätte; denn von nur besag-tem, oder auch vom Mariaflusse, bedarf man nach seinem Berichte zur Reise aus demSüd- ins Nordmeer nur drey Tage Zeit, und können sechshundert Mann dieselbige auchwider Willen der Indianer, unternehmen m). Er giebt der Landschaft Veragua einenFluß, den er, nach dem Namen eines berufenen Freybeuters von seiner Nation, Bkervsteldnennet. Besagter Mann lebete aufprovidence, einem von den sambalischen Eylanden, dar-innen vorzeiten Engländer wohneten. Nurerwahnter Fluß, saget er, ergießt sich in eineschöne Sandbay. Seine Einfahrt ist tief, allein, weiterhin können keine andere Schiffeals Barken von sechzig bis siebenzig Tonnen fortkommen. Sonst giebt es hier viele Laman-tine oder Mannten, die man auch Seekühe nennet. Bocca Toro ist eine Oeffnung oderBucht unter dem zehnten Grade zehn Minuten Norderbreite, zwischen dem letzten zu Dem-gurr gehörigen Flusse, und dem Chagre. Die Indianer um Bocca Tors sind unge-mein grimmig, und pflegen mit den Spaniern nicht die geringste Gemeinschaft. IhreKüste trägt viel Vanille er).
Oexmelin o) ertheilet uns ebenfalls einiges Licht von der veraguischen Westküste, essind auch seine Nachrichten gemeiniglich sehr richtig, weil den Reisenden aus seinemOrden an genauer Kenntniß der Gegenden ungemein viel gelegen ist. Dieser nun setzetBocca Toro dreyßig Meilen weit vom Chagrefiusse, und es wird nach seinem Berichtedieser ganze Strich von Indios bmvos oder streitbaren Indianern bewohnet. Die Spa-nier beehren mit diesem Namen alle diejenigen, die sie nicht bezwingen können. Die Bay
Pyy z Bocca
geht Gage zu Schiffe, und verläßt Neuspanien. welchem Worte die verderbet? Aussprache Sam-»») Ebendas a- d. 96 S- Die Franzosen nen- bales und Zembles gemacher hat.neu sie Zembles, und die Spanier Sän Dias, aus ») Reise «m die Welt l Th.r L. 0) Ebend. z L.