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Dreyzehnter Band.
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544 Reisen und Entdeckungen

Beschreib, maßen starker Faden gewunden, daß es nicht spaltete, wenn gleich der Pfeil an die akler-vonNeuspa- härtesten Körper geschossen wurde. Die Spitze brach viel eher entzwey, als sie vom Holze

ssien- _, losgieng. Das andere Pfeilende war spitzig. Man fand auch einige Pfeile von Palm-

holze gemacht, sehr artig gearbeitet, und roth bemalt. Ihr unteres Ende war ebenfallsmit einem Feuersteine vorgespitzet, an das obere aber ein holcs Holz eines Schuhes langangestoßen, und mit runden Kieselsteinen, die bey der geringsten Bewegung des Pfeilesein ziemliches Geklapper machten, angefüllet. Oexmelin glaubet, es hatten diese Kügelchendem Pfeile eine größere Schwere beylegen sollen. Er fand auch einige Pfeile, an welchen, ver-muthlich um dem Geklapper zu steuern, die Hölung mit Baumbläktern vollgestopfet war.

Die Freybeuter giengen wieder unter Segel, und fuhren durch eine Menge kleiner In-seln, die Perlen genannt. Sie stellen gleichsam einen Irrgang vor, welcher einen ange-nehmen Anblick verursachet, und findet man hier die Schildkröten in großer Menge. Denfolgenden Tag waren sie bey den Inseln Carneland; sie liefen mit einem günstigen Windebeständig an der Küste fort, und erreichten innerhalb wenigen Tagen das Vorgebirge Gra-cias a Dios. Von diesem Vorgebirge bis an den Desaguador rechnet man, wie Correalöfter als einmal wiederholet «), siebenzig Meilen.

Volk der Mo, An besagtem Vorgebirge Gracias a Dios findet man eine indianische Nation, wel-stuitm, oder che unter dem Namen der Mosquiros in den Nachrichten der Engländer sehr berühmt ist.MorHiquen. nennet sie Moustiquos. Der Spanier haben sie sich noch immer erwehret, hin-

gegen sind ihnen die Franzosen und Engländer im geringsten nicht zuwider. Die ganzeFreundschaft rühret von einem französischen Freybeuter her, welcher ohne Bedenken an dasLand stieg, den Indianern einige Geschenke überreichte, und dagegen Früchte nebst andernLebensmitteln bekam. Als er nachgehends segelfertig war, so entführete er ein Paar von die-sen Leuten, begegnete ihnen aber wohl, und ließ sie französisch lernen, welches sie dennleicht begriffen. Als er sie nun zwey Jahre hernach selbst wieder in ihr Vaterland zurückbrachte: so legeten sie den Freybeutern ein so großes Lob bey, daß die ganze Nation, undzwar absonderlich deswegen, weil sie die Spanier todtschlugen, eine große Zuneigung auf siewarf. Die Mosquiten begegneten hierauf den Franzosen mit großer Freundlichkeit, undwurden dagegen mit Aexten, Schnittmcssern, Nageln und anderen Gerüche versorget.Man bezeugte die größte Vertraulichkeit gegen einander; der Gebrauch beyder Sprachenwurde gemeinschaftlich; und als man einander zur Genüge verstehen konnte, verlängerenund erhielten die Franzosen Indianerinnen zu ihren Weibern. Nachgehends nahmen sieallezeit einige Indianer mit auf ihre Kreuzzüge. Diese Leute giengen auch willig mit, undwaren wegen ihrer ungemeinen Geschicklichkeit im Fischfängen sehr nützlich r/). Nachge-hends überließen die Franzosen einige solche Indianer an die Engländer, weil sie mit ihneneinBündniß,zum gemeinschaftlichen Besten der Seeräuberey in dasigen Gewässern, errich-tet hatten. Sie gaben ihnen Nachricht, wie man mit den Mosquiten umgehen müßte,

und

Franz CorrealS Reisen a. d. 8; u. §; S. die Franzosen hielten sie nicht sonderlich viel, und

sr) Zn Robert LadeS Reisen findet man ver- gegen die Spanier trügen sie eine Todtfeindschast-schieden? sehr merkwürdige Umstände von ihnen. Dampier meldet, sie hätten ein archerordent-

Gleiehfalls redet Dampier im I Th. a. d. ir und sich scharfes Gesicht; sie erblicket >n ein Schiff weilfolgend. S- ziemlich ausführlich von ihnen; nur eher, als wir, und kenneten überhaupt eine jedwedeleget er ihnen gegen niemand, als die Engländer, entfernet« Sacke besser, als ein Europäer. Sieeure freundschaftliche Neigung bey. Er saget, auf üben sich von Zugend auf im Fischen mit der Har-