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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. x Cap

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und versicherten dagegen die Indianer, es werde ihnen bey den Engländern sehr wohl ge- Beschreib,hen. „Heutiges Tages nehmen sie, nach Ocxmelins Berichte, ohne Bedenken Dienste vonZ^euspa-„auf einem französischen oder englischen Schiffe. Haben sie einige Jahre gedienet, und„die französische oder englische Sprache begriffen: so gehen sie wieder nach Hause, und„verlangen keine andere Belohnung, als eiserne Werkzeuge; Gold hingegen, und was„sonst in Europa für kostbar gehalten wird, achten sie nicht,, 2). Dampier meldet nur,sie hielten den König von England für ihren Landesherrn: was für einen Ursprung aberihre Verbindung mit den Engländern habe, davon gedenket er nichts. „Sie halten, sa-„get er, den Statthalter von Jamaica für den mächtigsten Fürsten in der ganzen Welt.

„So lange sie bey den Engländern sind, gehen sie nicht nur bekleidet, sondern sie suchen„auch in der Reinlichkeit eine besondere Ehre: allein, sobald sie nach Hause kommen, leben„sie nach ihrer alten Weise, und winden statt aller Kleider ein Tuch, das bis an die Knie,,reichet, mitten um den Leib,, H. Man mag nun entweder dem Oexmelin oder demDampler, welche das Freybeuterhandwerk alle beyde ungefähr zu einerley Zeit trieben, Rechtgeben: so lehren doch die neuesten Berichte soviel, daß heutiges Tages sonst niemand, alsdie Engländer, bey den Mosquiten in Gunst stehe, und ihrer Dienste genieße.

Oexmelin meldet noch ferner, es lebcten diese Leute in einer vollkommenen Freyheit.

Sie haben auf keinertey Weise einen Oberherrn. Werden sie mit andern Indianern ineinen Krieg verwickelt, gleichwie denn zu großem Nachtheile ihrer Vermehrung sehr oftgeschieht: so erwählen sie zu ihrem Anführer den geschicktesten und tapfersten unter ihrenKriegesleuten, als zum Beyspiele einen Mann, der lange Zeit unter den Freybeutern gedie-net, und das Lob einer großen Vorsichtigkeit und eines unerschrockenen Muthes erlangethat. Allein, seine Gewalt hat mit der Schlacht zugleich ein Ende. Das Land, das dieMosquiten besitzen, erstrecket sich nicht über vierzig bis fünfzig Meilen weit, noch die An-zahl ihrer bewehrten Leute über hundert und fünfzig Mann. Sie sind gleichsam in zwoVölkerschaften abgetheilet; eine davon wohnet am Vorgebirge, die andere in der Gegend,welche eigentlich Mosquire oder Ll'loubtique heißt. In beyden Gegenden giebt es viele,theils freye theils leibeigene Schwarze, deren Vorältern durch einen außerordentlichen Zu-fall aus Guinea dahin versetzet worden. Es sollte nämlich ein portugiesischer Schiffer eineAnzahl Schwarze aus besagtem Lande nach Brasilien führen: allein, weil er allzuwenig Ach-tung auf sie gab: so bemächtigten sie sich des Schiffes, warfen ihre Führer über Bord,und überließen sich, weil sie von der Schiffahrt nicht das geringste verstunden, der Führungdes Windes. Dieser nun brachte sie aus Vorgebirge Gracias de Dios, und in dieHände der Mosquiten. Nun konnten sie zwar der Leibeigenschaft nicht entgehen: sie scha-tzeten sich aber dennoch überglücklich, daß sie ihrem zubereiteten Schicksale in Brasilien ent-wischet waren. Es sind ihrer voritzt noch etwa zweyhundert vorhanden. Sie reden dieLandessprache, und leben ganz vergnügt; denn mehr wird von ihnen nicht verlanget, als

daß

pune. Auch sind sie dermaßen behende, daß siezur Lust sich so nackend, wie sie sind, hinstellen, nndmit Pfeilen nach sich schießen lassen. Sie weisenalle Pfeile, wofern nur nicht mehr, als einer, aufeinmal abgeschossen wird, mit einem Stäbchenvon der Dicke eines Ladestockes, unfehlbar auf dieSeite. Sie sind groß, wohlgemacht, hurtig und stark.

Sie haben ein langes Gesicht, schwarze glänzendeHaare, eine plumpe Bildung und gelbe Haut.Am angef. Orte.

r) Gexmelm am angef. Orte a. d. rzi undvorherg- S-

Allgem. Reisedeschr. XIII Band.

«) Dampier am ang. O. a. d. iz S-

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