in Armrica. V Buch. X Cap. S57
riet wurde. Die Stifter von Tezcuco ließen sich an der Morgenseite nieder, und trugen Bestkrerb.den Namen Culhuas oder Buckelleute davon, darum, weil in ihrem Bezirke ein Berg vonNeuspa-mit einem Höcker stund. Dergestalt hatten diese vier Völker den See in der Mitte. Als ^
nun die Tarlustuen, welche das fünfte ausmachten, bey ihrer Ankunft die ganze Ebeneschon besetzet fanden, zogen sie über das Gebirge in eine sehr fruchtbare Gegend, und baue-ten daselbst die Stadt Quahuac, welches Wort einen Adler bedeutet, heutiges Tages aber durcheine verderbte Aussprache in Guernavacca verwandelt worden ist, und zugleich dieHauptstadt des MarquisatS del Valle, damit Karl der V bereits erwähntermaßen den Cor-tez beschenkete, vorstellet. Das sechste Volk waren die Tlascalaner, oder Brodtleute.
Sie zogen auf der Morgenseite über das Gebirge, und baueten verschiedene Städte, da-von die vornehmste den Namen Tlascala bekam. Es suchten zwar die alten ungeschliffe-nen Einwohner der dasigen Gegend, nämlich die Chichimequen und Otomies, ihr Vorha-ben zu vernichten: allein, ihre Unternehmung schlug übel aus. Indem sie nun glaubeten, dieEintracht, darinnen alle sechs Völker mit einander lebeten, müsse eine Frucht ihrer weisenRegierung seyn, so singen sie an, ihre Lebensart gleichfalls zu verändern. Sie bauetenHütten, sie erwähleten Oberhäupter, blieben aber gleichwohl auf ihrem Gebirge, und ver-längeren mit ihren Nachbarn keine Gemeinschaft zu halten. Wie man glaubet: so stam-men die Einwohner aller übrigen Landschaften von ihnen her.
Als nach des Acosta Berichte /), die sechs Völker ihre erwählte Bezirke dreyhundert undzweyJahre lang besessen hatten: so brach das Volk der Mexicaner,welches sich nach seinem Ober-haupte oder Fürsten, dem Mepi also benennet hatte, aus seinem bisherigen Wohnplatze auf, undzwar zu Folge eines Ausspruches des Götzen Ditzilipuztli, welcher diesem Stamme eingroßes Reich versprochen hatte. Seine Anführer waren vier, Priester, durch welche derAbgott mit dem Volke redete, und ihm bald da bald dort eine Zeitlang zu verweilen, unddas Land zu bauen befahl. Auf diesem Zuge nahmen die Menschenopfer ihren Anfang.
Wenn sie aufbrachen, ließen sie allemal die Alten und Schwachen auf der bisherigen La-gerstelle zurück, welche aber nichts destowcniger verschiedene Bezirke bevölkerten. Unterandern Gegenden, ließen dieMepicaner sich auch in einer nieder, die sie wegen ihrer fischrei-chen Seen Mechoacan, das ist, Fischland, nenncken. Hier legeten sie verschiedene Wohn-plätze an, und zogen sodann nach Molinalco, ferner nach Chapultepeque, und setzeken sichda mit solchem Muthe und Glücke fest, daß sie alle sechs Völker, absonderlich aber dieChalaucn, welche sich wehren wollten, unter ihre Bothmäßigkeit brachten. Unterdessenerschien die'vom Abgotte bestimmte Zeit. Vitzilipuztli befahl ihnen durch den Mund sei-ner Priester, sie sollten den HauptsiH ihrer Macht an demjenigen Ate des Sees aufschla-gen, wo ein Adler auf einem Feigenbäume, der auf einem Felsen VZurzel geschlagen ha-be, sitzen werde. Sie sahen auch den Adler wirklich, wiewohl ihn vermuthlich die Priesterzu allererst gesehen hatten. Bey diesem Anblicke fielen sie alle mit einander auf ihr Antlitz Erbauung derzur Erde, und machten an eben demselbigen Orte den Anfang zu ihrem Stadtbaue. Die Stadt Mexi-Stadt bekam den Namen Temuchitlan, welches in ihrer Sprache soviel bedeutet, als derFeigenbaum auf dem Felsen. Um dieser Ursache willen war das mericanische Wapen bisauf den heurigen Tag ein Adler, der mit ausgebreiteten Flügeln in die Sonne sieht, in ei-
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zogen, die nebenbeygefügken Bilder sind die Orte, e) Herrera Z Der. L B. Gomara r B.
" da sie verweilet n , und die Kreise bemerken die Aeojsa 6 . 7 B.
Zahl der Jahre, die sie daselbst zubrachten. /- Am angef. Orte 7 B.