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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. X Cap. 6iz

siichen. Seine Bevollmächtigten holeten sie mit großem Gepränge ab, und erwürgten den- Beschreib,jenigen, der sich vor dem Altare nicht abschlachten lassen wollte, auf der Stelle. Die Mazare-vonNeuspa-quen scherten alle Jahre ein Fest, das ihrer eigenen Nation nicht wenig Blut kostete. -

Einige Tage vorher ließen die Priester ihre Instrumente auf der Höhe des Tempels er- Mazarcguen.schallen, und warneten dadurch jedermann, nach Hause zu gehen. Allein, sie ließen demarmen Volke so wenig Zeit zum Entfliehen als möglich, sondern durchstreiften unmittelbarnach dem gegebenen Zeichen das ganze Land. Wen sie nun Vormittags erhäschen konnten,der wurde mit einem Zeichen auf der Stirne bemerket, und mußte zum Schlachtofer die-nen. Die Tuatequen hielten das ganze Jahr über nur ein einziges blutiges Opfer. Sie Tuatrqnen.erwürgeten ein Kind, das noch im Alter der Unschuld war, eine Henne und einige andereThiere. Mit dem Blute besprengeten sie ihre Götzenbilder, und überließen die Leiber denRaubvogeln. Aber außerhalb des Tempels schlachteten sie eine gewisse Anzahl Leibeigene,und thaten sich mit ihrem Fleische etwas zu gute.

Was die Dtomies betrifft, so sollte man zwar glauben, es hätte ihnen ihr Haß ge- Otomis«.gen die Mexicaner, ihr Aufenthalt in wüsten Gebirgen, und die alte Einfalt ihrer Lebensartzu einer Schutzmauer gegen die abscheuliche Gewohnheit, Menschen zu opfern, gedienet:nichts destoweniger haben sie solche nicht nur von ihren Feinden angenommen, sondern aucham allerlängsten beybehalten. Zwar opferten sie sonst niemanden, als ihre Kriegesgefangene:allein, sie zerhieben sie nachgehends in Stücke, und verkaufeten sie schon gekocht, im öffent-lichen Schlachthause. Einige spanische Misffonarien wägeten sich unter diese Leute, lebteneine ziemliche Zeit unter ihnen, und schöpfeten von der Wirkung ihres eifrigen Lehrenö be-reits eine sehr gute Hoffnung. Einstens aber, als eine gewisse ansteckende Seuche einegroße Menge Leute weggeraffet hatte, wurden sie zu ihrer größten Verwunderung einerVersammlung der ganzen Nation auf einem hohen Berge gewahr, und erfuhren, man seyim Begriffe, den ehemaligen Landesgöttern ein junges Mägdchen zu opfern. Die Missio--narien thaten ihr Aeußerstes, die Sache zu hintertreiben; allein vergeblich! Man gab ihnen zurAntwort, deswegen, weil die Nation einen neuen Gottesdienst erlerne, sey sie im gering-sten nicht Willens, den alten gänzlich zu vergessen, und damit wurde das Mägdchen in ihrerGegenwart abgeschlachtet. So bald sie mit ihrem Opfer fertig waren, ließen sie sich ingrößter Gelassenheit weiter im Christenthume unterweisen L). Der seltsamste unter allen

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„wie denn auch thät in eben selbem Jahre der „großer Halsstarrigkeit dabey verblieben, und nicht„Franeiscaner Bruder, Johann Zummaranga, „abweichen wollten, von denen, die sie viel hundert„erwählter Bischof zu Mexico. So hatten diese „Jahre zu Göttern gehabt hätten, sondern sagten,

„Prediger im Anfange viel Wesens und Gefahr; „es sey genug und brauchte weiter nicht«, als daß„denn sie der Leute im Lande ihre Sprache nicht „sie das Kreuz und Maria; (denn so hießen sie un-terstehen konnten, und die Leute die ihrige eben „fern Herr Gott und alle Heiligen) noch mit da-„so wenig. Darum diesem Dinge eine Abhelflich- „zu thäten, auch muß ihnen erlaubt seyn, ihreGöt-„keit zu ersinnen, zogen sie an sich einen mehrern „ter zu haben und zu behalten, gleich als dieSpa-„Theil der jungen Kinder, so den Edelleuten in je- „nier mehr denn ein Bild hatten. In dieser Ver-„der Stadt zugehörig waren, und lehreten dieselben „stockung, legeten sie ihre Götter heimlicher Weise„spanisch, so thäten sie auch selbst ihren Fleiß nicht „in die Erde, aber oben drauf da steckten sie ein„sparen, sondern mit was möglicher Eil sie ver- „Kreuz auf dieselbige Statt, daß man denken„mochten, ihre Landessprache zu begreifen. So „sollte, sie richteten ihre Andacht auf das Kreuz,

„war es keine kleine Müh, ihnen ihre fantastischen „wenn sie einer sah bethen und zu ihren Göttern„Götter zu nehmen; darum weil ihrer viel mit „murmeln. Aber als man fleißig Acht hatte auf

„solcher-