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Bescbreib. ihren Gebräuchen betraf das Heirathen. Sie lebcten bis an den Tag, den sie zu ihrer«,onr7eusps- Verheirathung ansetzeten, mit allen Weibespersonen nach Belieben. Allein, sobald ihnendie Lust zum Ehestände ankam, brachten sie mit der Person, daraus sie ihr eheliches Gemahlzu machen gedachten, eine Nacht hin. Fanden sie irgend einen Fehler an ihr: so stund esbey ihnen, sie wieder nach Hause zu schicken. Gestund der Bräutigam aber, er habe nichtsan ihr auszusetzen: so »vor ihm nicht erlaubt, eine andere zu nehmen. Hieraus schritt erzur Buße, nicht nur wegen aller seiner begangenen Sünden überhaupt, sondern absonder-lich auch wegen der Freyheiten, die er sich bey andern Weibespersonen herausgenommen hatte.Er entsagete zwanzig bis dreyßig Tage lang allen sinnlichen Vergnügungen, badete sich zumöftern, und ritzete sich die Ohren und Arme blutig. Eben dergleichen strenges Leben führeteauch die Frau. Nachgehendö fügten sie sich zusammen, und blieben bis an den Tod beyeinander. Unterdessen betraf doch, wie es scheint, dieses Gesetz eigentlich nur den gemeinenMann; denn die Häupter der Nation hatten mehr als eine Frau c).
Sprachen Nach dem Berichte eines gewissen Geschichtschreibers, machten die Miffionarken einenjm mexicani- Versuch, ob sie die Grundsätze des Christenthums in die Sprache der Otomics bringen komi-schen Laiche, ten: es war aber auf keine Weise möglich. Denn es ist besagte Sprache nicht nur sehr un-geschliffen, sondern sie besteht auch aus so wenigen Wörtern, daß man die chinesische dagegen
für
„solcherlei geschwinde Pracktlken, und sie ihre Tem-„pcl verlöret, hatten, die man zur Erden warf und„auch ihre Götzen, und man sie gewöhnn, thät,„auch mit der Gewalt dazu trieb, daß sie in unse-„re Kirchen giengen, da ließen sie zuletzt diese„unselige Abgötterey fahren. AI« sie nun eine„merkliche Mühe hatten, die große Zahl und Viel-heit der Weiber zu verlassen, und lange darum„stritten, sagende, daß ihnen ein einzig Weib viel„zu wenig Kinder brächte; so thäten ihnen auch die„sie ihr hätten, alle Lieb erzeigen, und lustig aufwar-„ten; wollten darum sich in keine Weis an eine ein-„zige binden, die häßlich oder unfruchtbar seyn könn-„te; dazu wollten unsre Leute viel Dings anschaf-„fen, das ihnen selber unlieblich wäre, denn sie„zu allmWeibern giengen, die ihnen gefielen u.s. w.„Da betrachtet der heilige Vater Paulus dieses„Namens der dritte ihre Gebräuche in Matery„der Erbschaften, und aus guten redlichen Ursa-„chen erlaubet er allen Einwohnern dieser Land-schaft , daß sie einander bis in den dritten Grad„der DlutSfteundschaft zur Ehe nehmen möchten.„Mexico war zwanzig Jahr lang ein Bisthum,„und als man zählte 1647, da verwandelte es der„Pabst Paul III zu einem Erzbisthume. Somg-„ra, 2. D. 9; Cap.
r) Herrera, z Dec. 4 V. 9 Cap.al) Ebendaselbst,a) Ebendas. Z Buch. 14 Cap.
/) Ebenders. 7 Buch, z Cap.
Denenjenigen zu Liebe, welche zwischen demgrößten Theile der Sprachen eine Aehnlichkeit fin-den, oder doch suchen, wollen wir sie hersetzen.Theile des Leibes.
Kopf,
Txontecoittlr.
Haare,
Txontli.
Stirne,
Ixcuaitl.
Augen,
Ixr«lolc>tli.
Ohren,
LBacazrli.
Kinnbacken,
Camachalli.
Mund,
Lamactli.
Zähne,
Tlanrli.
Zunge,
Nenepiili.
Hals,
Eocorl.
Brust,
Z?erck>,'gtimhtli.
Schultern,
Ahcolli.
Arme,
Matzotzopatli.
Hände,
Maprl.
Sehnen,
Tlalbupaotk.
Finger,
Mahpillr.
Adern,
Ketzalhupotl.
Nägel,
Irtftl-
Bauch,
rkillanrli.
Rücken,
Curclapantlr.
Leber,
Aeltepachrki.
Herz,
Z?oll cktli.
Lungen,
Lhickicl.
Milz,
Tnxipkecon.
Nieren,