nach -er östlichen Küste von Island. 75
mehr Haven und Ankerplätze, als die Inseln Zell, Unst, und alle die andern zusam-Lerguelenmen. Ich werde auch nur von denen reden, die auf der Insel Mainland sind, weil Tremarec.die andern nicht besuchet werden, noch Schiffe von allerhand Größe aufnehmen können, > ^7.und man durchaus Lotsen von dasigen Orten haben muß, wenn man da einlaufen will.
Wir wollen bey dem mittäglichsten Theile von Mainland anfangen. Daselbst istein Ankerplatz für ein Geschwader von zehn Schiffes, gegen Norden einer kleinen Insel,peerdcyl genannt. Man kömmt von der Ost - oder Westseite dieser Insel, welche sicherist, aus diese Rhede, und ankert in zwölf bis sechzehn Faden Wasser auf einem Grundevon grobem Sande. Diese Rhede ist an dem äußersten Ende eines sehr erhabenen undkenntlichen Vorgebirges, rhe Swynburger ^>oofc oder Swynburger Head ge-nannt. Sie ist die beste in diesem Theile. Herr Bellin bezeichnet noch drey andere An-kerplätze zwischen diesem Vorgebirge und dem Vorgebirge I'itzul, welches die westlicheSpitze des südlichen Landes ist: diese Ankerplätze aber sind schlecht, weil man daselbst denWindwirbeln ausgesetzet ist, welche das Meer abscheulich machen. Nur die Bay (Ouen--dale kann große Schiffe aufnehmen. Sie ist groß und geräumig, und man läuft da-selbst leicht ein und aus.
In dem ganzen westlichen Theile ist nur eine einzige Rhede geschickt, Kriegesschiffeauf zu nehmen, nämlich diejenige, welche die Holländer Magnyfiord nennen. IhreEinfahrt ist drey Seemeilen gegen Norden von dem Vorgebirge, welches die FranzosenFitzul, und die Engländer Nordcost-Head nennen.
In dem östlichen Theile sind die besten Häven und Ankerplätze. Vier Meilen ge-gen Norden von dem Vorgebirge Swyneburger Head sieht man in dem östlichen Theileeine kleine Insel, Namens Lonnir - Eyl, welche mit dem großen Lande eine vortreff-liche Rhede machet, die man den Hamborger "öaven nennet. Man ankert daselbstin acht Faden Wasser. Man kann von Norden und Süden allda einlaufen. Die besteRhede unter allen Inseln Schettland aber ist die bey Lerwick, welche ungefähr vier Lerwick.Meilen nördlicher ist, als die letzte. Die Lerwicker Rhede kann eine Kriegesstokte fassen.
Es ankern jährlich gegen St. Iohannis auf fünfhundert Fischerfahrzeuge vor der StadtLerwick. Die Holländer, welche alle Jahre auf den Häringsfang an diesen Küsten ge-hen, nennen diese Rhede die große Bay oder die Bay Brassasomrd, weil die InselBrassa die Rhede machet, und sie vor den Ostwinden verwahret.
Wenn man von Süden in die Rhede von Brassa einlaufen will, so muß man dieInsel Brassa ein Kabeltau lang am Steuerbords lassen, und dem Canale folgen, umvor die Stadt Lerwick zu kommen, wo man in fünf, zehn und fünfzehn Faden Wasserankert, nachdem man mehr oder weniger nahe an das Land und die Stadt gehen will.
Gegen Norden der Stadt sind die Spuren von einer Schanze, welche die Rhede bestrich,und von dem Herrn Bart zerstöret worden. Man kennet die Einfahrt der Lerwicker Rhedeleicht an der Insel LIoß, welche man auch HanI-Eliss oder Hanglip wegen eines indie Augen fallenden Felsen nennet, welcher in das Meer hängt, und ein natürliches Ge-wölbe machet. Diese Insel liegt gegen Osten von Brassa, und dienet, den Haven vonLerwick zu erkennen. Das Meer steigt auf dieser Rhede bey den großen Fluchen auf achtFuß hoch und bey den ordentlichen fünf Fuß. Sonst sind Ebbe und Fluth in der Lerwi-cker Bay nicht stark; die Fluch tritt auf der Südseite von Brassa hinein, und die Ebbe
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