76 IV Theil. Fahrt von Bergen
Rcrgnelen treibt folglich gegen Süden. Die Ebbe und Fluth sind gegen Norden des Eana-
Tremarec. les viel starker, und die Durchfahrt schwerer.
, , Ich will hier anmerken, wie man durch die Durchfahrt, welche man LIordsomid
nennet, hinaus lauft, und was für Vorsichtigkeiten man brauchen muß. Ich habe gesa-get, die Fluth triebe gegen Norden. Man muß bey zwey Dritteln der Fluth von der Ler-wicker Rhede aufbrechen. Man nimmt seinen Lauf so, daß man ein Drittel einer Meileweit am Steuerborde eine kleine Insel liegen laßt, welche Holm off Cruester wegen de-rer Felsen genannt wird, die eine halbe Vierthelmeile weit gegen Westen von dieser In»sel unter dem Wasser sind. Wenn man um diese Insel hinum ist, und sie gegen Ostenein Vierthel Südost bleibt, so hat man nichts mehr von diesen Felsen zu befürchten, wel-che man Haharre nennet. Man sehet seinen Lauf mitten durch den Canal immer fort,bis man die Straße enger werden sieht. Alsdann muß man, zur Vermeidung einerBank, welche mitten in der schmalesten Gegend der Durchfahrt ist, und aufwelcher sichbey der Ebbe nur zwölf Fuß Wasser best,,den, auf einer oder der andern Seite dieserBank Vorbeygehen. Wenn man an der Seite der Insel Brassa wegfahrt, so muß mansich zwey Kabeltau lang davon entfernet halten: geht man aber langst der Westküste hin,so kann man sich auf ein halbes Kabeltau lang nähern, weil sie keine Klippen um sichhat. Wenn man aus diesem Scblunde heraus kömmt, so findet man die Straße vielbreiter: man sieht sie aber bald noch enger werden, als vorher. Es kömmt alsdann dar-auf an, daß man gut steure, und naher an einem Inselchen oder Felsen hinfahre, wel-chen man Scotlcrnd nennet, als an der Küste von Brassa, weil an dieser Seite die In-sel Brassa mit Felsen unter dem Wasser besetzet ist, die sich auf ein Drittel einer Meilevom Lande erstrecken. Wenn man um die Insel oder den Felsen Seotland und die nörd-lichste Spitze von Brassa hinum ist, so wird die Fahrt zwischen den Felsen, die Brudergenannt, und dem Eylande Green, welches man am Backborde laßt, und der InselBeoster gegen Norden von Brassa, die man am Steuerborde laßt, sehr schön. Wennman um die Insel Beoster hinum ist, so ist man aus der Straße LIorth - Sound her-aus, und man nimmt seinen Lauf, wie man beliebet.
Gegen Norden von der InselBrassa zwischen dieser Insel und der Spitze von Main-land, Nlull of Enveek genannt, bildet das Meer eine große Vay, wo man vier guteAnkerplätze findet. Man nennet sie: Deals N)oe, Laxford 1I)oe, 1I)edosterlVoe und Catford liVoe. Ich will die drey ersten Ankerplätze nicht beschreiben, wel-che nur Kauffahrdeyschiffe oder Corvetten aufnehmen können: der Ankerplatz Catford
Lalford Woe. lI>0e aber, welcher Unter den vieren am nördlichsten liegt, ist auch der größte. Er bil-det drey Vertiefungen, welche drey gute Haven abgeben. Der eine ist gegen Ostsüdost,der zweyte gegen Westnordwest und der dritte gegen Norden. Diese Häven sind für alleKriegsschiffe gut und man befindet sich darinnen vor allen Winden gesichert. Man an-kert daselbst von drey bis fünfzehn Faden Wasser tief, nachdem man nahe anö Land gehenwill. Wenn man von der Oststite der Inseln Schektland in einen dieser drey Haven ein-laufen will, so muß man die Insel LIost und den Felsen Hangelifstwahrnehmen, daraufgegen Nordwesten halten, um zwischen denInseln Green,die man am Steuerborde läßt,und den Felsen, die Bruder genannt, die man am Backborde läßt, durch zu fahren.Man kann auch, nachdem die Winde sind, zwischen der Insel Green am Backbordeund Honst Stack und Glatneß am Steuerborde durchführen. Von dem Vorgebirge
Swyn-r