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Jus Publicum Romano-Germanicum Novissimum Catholicum : Das ist: Eine gründliche und vollkommene Abhandlung des H. R. Teutschen Reichs Staats/ dessen Verfassung/ Grund-Sätze und Interesse, In Zwey Theilen bestehend ... / Aus denen berühmtesten Authoribus Juris Publici & Canonici zusammen getragen/ ... zum besten verfertigt und heraus gegeben durch Michael Münchmayr ...
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4_ Lib. I. Cap. L Von dem Ursprung und Verordnunef _

Und zwar folgender Gestalt/ es habe der Fürst der H.Aposteln/Petrus/ dreyauserlesene fromme hochgelehrte Jünger/ Hucharium, Valerium und Ma-ternum, das heilige Evangelium in Teutschland/und zwar in Elsaß / zu leh-ren ausgesendet/als aber der heilige Maternus allda cum Sociis ankommen/hatte er dieSchuld der Natur bezahlet/ und wäre von den andern beydenzur Erden bestattiget und begraben worden/welche beyde auch eilends einenweiten Weeg sich wieder nacher Rom verfüget / dem Heiligen Petro dieseserzehlet / und um wieder Zuordnung des dritten gebetten / da habe der HeiligeMann ihnen diese ihre Zagheit verwiesen/ mit Vermelden: Lieber Bruder/nicht also/ dann was mit Mnerno, eurem Mnb> uder/ geschehen/das «st dar-um erfolget/aufdaß dieEhrund Göttliche Allmacht denen Heyden bekandtund offenbar-gemacht werde / gehet wieder hin / nehmet meinen Stab miteuch/ und wann ihr an das Ort der Begrabnus koinmt/ so thut des MaterniLeichnam aus demGrab / berühret ihn mit meinem Stab/und sprechet r Esbefiehlst und gebietet dir Christus/ der wahre Sohn GOttes/und sein KnechtPetrus-/ daß du aufstehest / unb wieder lebendig werdest / woraufsie umkeh-reten/und in42.Tagen wieder andenOrt der Begrabnuskamen / erfülltenauch den Geheiß des Heiligen Petri / und Wunder l alsobalden richtete sichder Leib Materni auf / und wurde die Seek mit selbigem wieder vereiniget/wandelte so sort frisch und gesund mit seinen Brudern von einem Ort zumandern/ und lehreten das Volck / wie dann durch diß erzehltes Wunder / ne-ben andern Orten/ gantz Elsaß bekehret/ und anselbigemTag eine grosse:Menge/ welche GOtt lobeten undpreiseten/ getaufftwurden; und wie nundieser Stab des Heiligen Petrt in Teutschland verblieben? und nichtwiedernacher Rom kommen/also vermeynet man/ daß dieses eineVorbedeutung.gewesen sey/ daß auch das Römiscye Rerch mit der Zeit diesem folgen/undbey denen Teutschen usque finem mundi verbleiben werde»

Lymnxus /« c Traff. Juris publici lmp..Rom. ton*, r.cajr. in princ*Petr» de Andlo de Imper. Rom.L nc.14. p. 6f ~

Allermassen dann auch diese Iranskerirung in A. Ch»78;. zu Zeiten Con-stantini Leonis IV. Filii,, welcher zu Constantinopel regierte / und zugleichden Titul eines Rom. Rayfers führte/erfolgte/ dann nachdem obgemeldterOrientalischer Kayser/wegen des ihme auf dem Hals liegenden Erb-Feinds/Italien zu beschützen / sich zu schwach besunden/ sind die Römer gezwungenworden/ von denen Francken/ welche damals mächtig waren/ Hälffzu begeh-ren/ woraufdannCarolus M'agnus einSohndes Plpini, Königs in Fran-cken/ sovon derGeburteinTeutscher/und znJngelheim gebohrenwar/inItalien gieng/ die Longebarden und ihrenKönig Defideriurn überwunde/vertriebe/ und sich des gantzen Lands bemächtigte/ und weilen diefts vorgienge/

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