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Jus Publicum Romano-Germanicum Novissimum Catholicum : Das ist: Eine gründliche und vollkommene Abhandlung des H. R. Teutschen Reichs Staats/ dessen Verfassung/ Grund-Sätze und Interesse, In Zwey Theilen bestehend ... / Aus denen berühmtesten Authoribus Juris Publici & Canonici zusammen getragen/ ... zum besten verfertigt und heraus gegeben durch Michael Münchmayr ...
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_ und deren Rechten und Privilegien. _229

Oder von dem teutschen Wort Baar/ welches damals so viel/ als ein tapf-ferer Mann wäre/ herfliesset/ und wollen einige dieDerivirung von demgrossen Kayser Carl hernehmen: dann nachdem derselbe die Saracenengeschlagen und vertrieben/ 9. Grafen/s.Vice-Grafen/ und so viel Frey-herren creiret haben solle, proprie aber nennet man die Freyherren/»vekchevon denen Kaysern ds 8 aronia,cumvaronaIi Ltregali dignitateinvestirt und damit begabt seynd.

Rtfarm. Frider. Francos urt. de Anno 149s. in pr. ordin. Reghn.

de Anm isoo.& iszi.A. B. in fin. pr. ibi; Grafen/ Freyher-ren/ Edle/rc.

Etliche derselben nennet man auch Semper - Freyherren / als die Lim«burg, und westerburger / etliche specialiter Herren / als die Herrenvon Spätrer/ Schönburg / und dergleichen rc. Die jenige Freyher-ren aber/ soReichs-Stande seynd/ und Sessionem & Votum in Comi-tiis haben/ werden sl>wol als die Grafen ad classem Principum gezehlet/

Schrader. defeud.p.10. fiB. 1, n.g. Sixtin. de Regal, lib.i. 0.4,n, S7- Pruckman. conj.4. n, 4.

jedoch quoad Dignitatem denen Grafen nachgesetzet.

Oarol. Ivlolln. in consuet. Paris, tit.t.ff. 20. n.4. per text. in c.fundamenta. ff. Proinde. & ff.fin.de EleB. in 6. Paurmeist*deJurüd. lib. 2. c. 10. n. }t. Schönborn. f. polit, cap.40.

Dann es ist nicht allein der Unterschied in dem Namen/ nominis autemdiversitas , diversitatem rei arguit , sondern auch / daß die Grafen denFreyherren vorgehen/ is autem, qui praecedit, dignior censetur, undfib« diß auch weder in jure feudali, noch inOrdin. Camer./>. 2. tit.7.der Freyherren gedacht / oder wie denen Grafen von Km)ferl. MajestätCommissarien zu begehren/ verstattet wird.

Ordin.Camer. p. 2.tit. 4. ff. AutN Viertelt.

Diesem kommt noch hinzu/daß die varones kein Sussragium in Comi-tiis , wie die Grafen/ und daß die Grasen ein machttgers und grössers Ge-biet haben/ auch daß gemeiniglich die Freyherren SerHertzoge und Für-sten Vasallen und Landsaffen seynd ; dessen allen aber ungeachtet/ und ob-wolen die Grafen denen Freyherren vorgehen; so werden sie doch / demalten Teutschen Herkommen nach / gleicher Wurden geachtet/ und zeiget

§ k r sich/