von Teutschland.
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unter Leop old.
Christianstadt den 14. August wieder ein, und bcfteycn Schonen vonden Dänischen Truppen.
Conferenzen zu Cölln, wie man sich den Progrefsen derFran^zostn widersetzen mögte. Während daß man sich über die Mittel eineArmee auf die Beine zu bringen berathschlaget, wird der Friede zuNiemwcgen geschlossen. Es waren drey Traktaten: Der erstere zwi,schcn Frankreich und den Holländern ward den io. August unterzeichnet,und Ludwig XI V. gab der Republik die Stadt Mastricht, den einzigenPlatz, der ihm von seinen 1672. gemachten Eroberungen übrig geblie-ben war, wieder. Der Verfall der Holländer vermehrte den Muth derFranzosen, und schlug die Hoffnung der Alliieren nieder. Frankreichschrieb ihnen die Bediugnisse vor, ohne ihnen zu deren Ueberlegung soviel Zeit zu lassen als es erforderlich war, Couriere nach Wienn, Cop-penhagen und Madrid zu schicken. Die Spanier, welche von den Hol-ländern verlassen, und in den schlechtesten Umständen waren, gedachtenden R.st der Niederlande dadurch zu retten , wenn sie Frankreich dieFranche Comte, und den großen Theil der Städte, die sie in Flandernund Henegau verlohrcn hatten, abtratten: Ihr Tractat ward den 27.September unterzeichnet.
Auf diese Weise blieb das Reich allem der ganzen Macht desUeberwinders ausgesetzt. Die Bcdingnisse, welche ihm Frankreich vor-schrieb, waren Mr ganzen Teutschen Nation überhaupt nicht beschwerlich;Aber den Nordischen Aüiirtcn, welche alles was sie den Schweden weg-genommen hatten, wieder heraus geben sollten. Der Kaiser konnte nichtso gleich so viele einander entgegen gesetzte Dinge vereinigen, und dieBerathschlagungen verzogen sich bis zum Anfange künftigen Jahres.
Der Kaiser bestätiget den Clevischen Vergleich von 1666. we,gen der Iüllrchischen Erbschafft zwischen den Häusern Brandenburg undNeuburg, ohne jedoch die Rechte des Hauses Sachsen bekranken zuwollen.
Der