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lenJhme sattsam bekannt/ daß Er in Lugend und Weiß-heit ansehnlich / hat Er Ihn auch seiner anvertrauten Geist-lichen Gemein als ein Beicht - Vatter vorgestellt. ZuJhme nahmen dann ihre Zuflucht ohne Unterfchid sowohlAlte als Junge in unterschidlichen Seelen Angelegenhei-ten/ sie eröffneten Jhme ihr Gewissen desto offenhertziger/wie sicherer und gewisser sie Erleichterung Hoffeten; Er abernahmealleauf/ und an mit grosser Liebe/ wüßte auch einemjedeu als ein erfahrnester Seelen - Artzt / gedauliche/ undheylsamme Mittel der Büß vorzuschreiben. Er liebte alle/und wurde auch von allen geliebt; sonderlich aber hatte Rovitzr«.Er ein Liebs« Naigung zu denen Novitzen und neuen Sol- Meistrr-daten Khristi; Dise als noch unerfahrne/ einer mehrererUnterweisung und Trosts BedürfftigteruffteEr oft zu sich/unterwise sie / ermähnte sie mit verwunderlicher Freundlich-keit / er haltete sie also in dem Schooß seiner VatterlichenLiebe / daß Er dessentwegen insonderheit verdient hat ins-gemein genennt zu werden / der Vatter und Führer derNovitzen.
Was für ein Mitleyden und Barmherzigkeit der ErzeigMann GOttes erzeigt habe / gegen den Gefallenen/ er-kläret folgendes Exempel. Ein Bruder derselben Ver- gtn&asamblung / auß Eingeben deß höllischen Sathans gedenckte stalle,das Joch Geistlicher Zucht von sich zu werffen / und außdem Kloster zu entfliehen: Uber diß vergsellschafftete er einSündmitder anderen/ und zwackte einen güldenen Kelch /in welchem die hoch-heilige Geheimnussen deß Bluts Khristipflegten cvniecriert zu werden/ gestohlener Weis mitihmehinweg zu nemmen. Da der Abgang deß Kelchs bey Zei-ten vermerckt wurde / ist er allenthalben fleißigst gesucht/aber nicht gefunden worden: Demnach hat man die Sach
P p p durch