i6 Adrian Langlois.
und ihn mit Gewalt heraus ziehen, um ihn in die Stelleeines Obern einzusehen Während seiner Verwaltungerhielt er die gute Ordnung und die Gottseligkeit, soviel ihm möglich war. Sein Beyspiel und seine Er-munterungen thaten eine gute Wirkung auf die mit derGnade IEsu Christi erfüllte Herzen.
Der Dockor Gemache stand damals im Ruf;Lanczlois kam nach Paris, um sich bey ihm Rathszu crhohlen. Bey seinem Eintritt in die Kirche desEollegiums zu Cluni wurde er von der Bescheiden-heit , Ernsthaftigkeit und Andacht eines Mönches,den er vorüber gehen sah, eingenommen. Er fragtealsbald Dom Benardcn, wer dieser Ordensgeistii.che wäre? Alles, was ihm dieser große Diener GOt«tes von der neuen Verbesserung erzählte, rührte ihn solebhaft, daß er seit der Zeit auf Mittel dachte, dieselbezu Iümiege einzuführen. Da er zum zweytenmalzum Prior erwählt worden, so unternahm ers ernst,lich, sein Kloster zu verbessern. Er brachte Frznzvon Harlav , den ersten Erzbischoff zu Rouen diesesNamens, t»hin , daß er nach Iümiege sich verfügte,um Visitation zu halten. Dieser Prälat verordnetenebst ihm einstimmig , daß der Lehrmeister der ange.henden Ordensleute, der zugleich Pfarrer einer Pfar-rey seines Kirchsprengels war, und diese beyden Aem-ter nicht versehen konnte, in seiner Pfarrey bleiben,und daß man zween Ordensleute, welche die Verbesse.rung angenommen hatten, Herbeykommen lassen sollte,um den jungen Mönchen Ermahnungen und Unter.Weisungen zu geben. Dom Lanczlois bat sich als-bald zwo Personen dazu aus bey den Vätern zu St.Vanne. Sie schickten ihm Dom Anshelm Rollezu, der damals Visitator der verbesserten KlösterFrankreichs war, und zwar eben denjenigen, dessenBescheidenheit ihn so sehr gerührt hatte in dem Colle.
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