Dsrn Gregor Taris-e. 61
«ändert war, darinn er den beyden andern Unter-richt gab. Hierdurch machte sich Tarisse in derRschksgelahrheit geschickt, und in der folgenden Zeitsehr berühmt. Nachdem ein Jahr auf diese Weiseverstrichen war, so faßte er den Entschluß sein Studi-ren fortzusetzen, und begab sich nach Toulouse. Da,selbst hörte er die ganze Weltweisheit mit glücklichemFortgang. Seine guten Eigenschaften machten ihnbeliebt; seine Klugheit erweckte ihm die Hochachtungvornehmer Personen, und von der Zeit an glaubteman, er werde einst der Kirche nützlich seyn. Erfieng an, stch dem Herrn aus eine nähere Weise zuwidmen durch die geistliche Tonsur.
Zu dieser Zeit wurde die Pfarr - Prioren zuCeffenon mit einem beträchtlichen Einkommen erledi-get, die unter der Kirche von St. Pons zu Tomiorcsstand. Verschiedene ansehnliche Personen strebtendarnach; ihr Recht war aber so zweifelhaft, daß mannicht entschieden konnte, wem diese Pfründe zugchörensollte. Einige Freunde des Herrn Tarisse, denenseine Gaben bekannt waren, und der Nutzen, den erbey einer großen Heerde zu stiften im Stande wäre,welche durch einen Miethling vernachlässiget wordenwar, warfen die Augen auf unsern geistlichen Welk-weisen, und riechen ihm an, diese Pfründe zu suchen.Er führte viele Gründe an, da immer einer starkerwar als der andere, um sich derselben zu entfchlagen.Anstatt daß sich seine Freunde hätten abweisen lassen,so machten sie ihm neue Einwendungen und erhieüenseine Einwilligung. „ Meine Herren, sagte er, ich„ kann ihnen ihre Gütigkeit gegen mich nicht genug„ verdanken. Ihr Eifer macht mir einen Muth,„ und ihre Liebe vermehret mein Vertrauen zu GOtt.„ Ihr guter Rath soll bey einer so kützlichen Sache mein„ Wegweiser seyn, den ich mit desto festerm Entschluß
„ anneh.