Band 
Erster Band
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126 Dom Franz Delfau.

Dom Franz Delfau.

I. Dessen Leben.

Delfau, der unter den Ge ehrten aus der^ ) Congregation von St Maur vorzüglich be-kannt ist, wurde zu Moncel im Kirchenfpren»gel von Clermont gebohren. Er that das Gelübdeder Regel des H. Benedikt in der regulären Abtey St.Allire den 2. May i6s6. Man nahm an ihm großeFähigkeiten wahr, einen lebhaften Geist, von Ein.ficht, voller Feuer, ein glückliches Gedächtniß, undüberhaupt einen großen Eifer für die ordentliche Klo-sierzuchk, welche die verbesserten Benediktiner von St.Maur unterscheiden. Er studirte wohl, erlangte einegroße Bücherkenntniß und eine besondere Leichtigkeitgut lateinisch zu schreiben.

Da im Jahr 167O. die Obern den Entschluß ge.fasset hakten, eine neue Ausgabe der Werke des H.Augustin zu veranstalten, so hielten sie den P, Delfauzu diesem großen Unternehmen für geschickt, und tru«gen ihm die Aufsicht auf. Nach dem Generalkapitelvon 1675. wurde er nach St. Denis in Frankreichgeschickt, wo man ihm sechs junge Ordenspriesterübergab, um mit ihm zu arbeiten. Alle wendetengroßen Eifer an, und die beyden ersten Bände derneuen Ausgabe waren beynahe fertig , da den 28stendes Herstmonats eben desselben Jahrs 167s. DomLlaude Martin, Prior von St. Denys, zween ge.Heime Briefe vom König erhielt. Einer, der an DomFranz Delfau gerichtet war, legte ihm auf, sich unver-züglich in die Abtcy Landevenec in Nieder Bretagne zubegeben, um daselbst bis auf neuen Befehl zu verblei-ben : durch den andern wurde Dom Robert Gueerard, einer von den Hülfsgenossen des P. Delfau indie Abtey Ambournay im Landgen Bresse verwiesen.

Die