Dom Franz Dessau. 127
Die beyden Verwiesenen nahmen die Befehle des Kö.nigS mit einer vollkommnen Unterwürfigkeit an , undkamen denselben den Tag drauf nach.
Einige gaben vor, Dom Victor Texier, derPrior von St. Germain des Pres , habe diese Befeh-le wegen eines Verdrusses gegen den P. Delfau aus«gewirket. Diese in einer Schrift der damaligen Zeitvorgebrachte Beschuldigung wurde einiger Maßen durchden Dom le Lerf in feiner Bibliothek der Verfasserder Congregation für wahr angegeben. Aber DomTexier erklärte kurz vor seinem Ende, er habe keinenAntheil an der Ungnade seiner beyden gelehrten Mit«brüder. Andere hielten dafür, es hätten die Feindeder Congregation und der Lehre des H. Augustin dieLandesverweisung der Herausgeber der Werke diesesKirchenvaters bewirket. Die meisten aber glaubten,das Buch vorn weltlichen Abc *) das von DomDelfau aufgesetzt worden, wäre die einzige Ursachedavon gewesen.
Der Tod verkürzte seine Landesverweisung. Deniz. des Weinmonaks 1676., da er nach Brest reisete,um die Lobrede aufdie heilige Theresia zuhalten, gienzer nebst dem P. Unterprior von Landevenec und zwoenandern Personen zu Schiffe. Das mit Weihen,Holz und Früchten beladene Book wurde von zweenBootsknechten regieret. Die See war so ruhig, daßsie genöthiget waren , sich fort zu rudern. Kaumhatten sie eine halbe Meile zurück gelegt, so erhob sichein kleiner Wind, welcher die Segel aufblies, und beyschleuniger Vergrößerung das Boot herum drehete,ehe man Zeit bekam, sie nieder zu lassen. Sie ka«men insgesamt unglücklicher Weise um, bis auf einenBootsknecht.
Dee
*) ve I' Abbs commenästilirs.