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Erster Band
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Dom Mege. 205

Der P. Meye kommt auf die Klosterregeln,die im vierten Jahrhundert und in den folgenden ge.schrieben worden. Es sind deren an der Zahl neunund zwanzig; er erkläret eine jede und giebt einen ge.naucn Begriff von einer jeden. Er bemerket, St.Benedikr habe sie mehrentheils gelesen, und sich der.selben zu Verfertigung der seinigen bedienet, welchesein kurzer Begriff von alle dem sey, was das heiligsteund vollkommenste ist. Wenn er von der Regel desH. Läsirrius für die Ordcnsleute des Klosters derStadt Arles redet, so sagt er, daß deren über zwey.hundert zu gleicher Zeit gewesen, welche in einer ge.nauen Regelmäßigkeit gelebet, und die beständigeVerschließung beobachtet hätten. „ Sie aßen kein„ Fleisch, wofern sie nicht sehr krank waren. Ihr„ Kleid war weiß, und ihr Aussah durste nur von ei-„ ner gewissen Höhe seyn, die durch die Regel ange.„ wiesen war. Ihre gewöhnlichste Beschäftigung„ nach dem Gottesdienst bestund in Abschreibung der„ heiligen Schriften, oder in Verrichtung einiger an.„ derer ihrem Geschlecht, ihrer Stärke, und ihrem„ Gelübde gemäßen Geschäfte."

Was die Regel des H. Benedikr insonderheitbetrift, so behauptet er mit Recht, „ sie sey nicht von„ der Zahl der Regeln, die nicht im Gewissen verbin.„ den, und unter der Strafe einiger Versündigung;„ sondern sie verbinde ohne Zweifel, wenn sie vorschrei.„ be, zu demjenigen, was sie verordne, und was sie„ anbefehle."

Nach der Vorerinnerung wendet sich Dom Me«ye zur Erklärung der Regel selbst. In dem /tenHauptstück von der Demuth setzet er sich sehr nach.drücklich den Grundsätzen des berühmten Abtö von laTrappe wegen der Demüthigungen entgegen. Er be«hauplete, ein Oberer könne einem Ordenömann bei.

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