Dom Eftiennot. 275
Bernhard de Momfaucon. Er wurde in derKirche der Minimer de la Trinike dü Mont begraben,und durchgehends bedauret. Der Kardinal d'Aczuir,re wollte vor Gram vergehen. Wenn die Benedikti-ner ihn besuchten, so redete er eine geraume Zeit be-ständig von dem P. Estiennor. Drey Tage nachseinem Tode schrieb der Abt Phelippeaux, welchernach Rom gegangen war, um im Namen des Bk-schoss zu Meaux die Verwerfung des Buchs des Herrnvon Lambray zu betreiben, an den Dom Wabil,lon folgenden Brief. „Mein Ehrwürdiger Pater,„ ihre Congregation hak am vermichnen Sonnabend„ einen sehr großen Verlust erlitten durch den plöhli-„ chen Hintritt des armen P. Estiennor. Sie wird„ schwerlich einen Mann finden, der seine Stelle ver-„ treten kann. Er wurde überall von jedermann ge-„ liebt und werth gehalten. Er wird daher durstige-„ hendö beweinet und bedauret. Sie und ich habe»„ einen guten treuen Freund verlohren. Man konnte„ keinen bessern noch dienstfertigern Mann antreffen.„ Ich bin am Donnerstage bis eine Stunde in der„ Nacht bey ihm gewesen, indem ich den Dom Bern,„ hard erwartete, welcher dieselbe Nacht wegreisen„ wollte. Die Vorsehung fügte es, daß der Herr„ Kardinal von Bouillon seine Abreise verzögerte,„ um einige Handschriften zu sehen, welche nach Rom„ kommen sollten; dieß war ein Glück. Denn der,, P. Wilhelm (de la pare) würde sehr bestürzt„ gewesen seyn, und es war zu besorgen, die große„ Betrübniß, welche ihm dieser Todesfall verursachet„ hat, werde ihm eine Krankheit zuziehen. Sie leb.„ ten in einem vollkommen guten Verständniß; sie„ liebten einander zärtlich, und dieser arme kleine Pa-„ ter hat alles eingebüßet, was er hat einbüßen kön-„ nen. Ich bin beyder wegen äußerst betrübt. Denn„ ich habe sie allzeit sehr zärtlich geliebt, und sie haben
S - „ gleich.