Dom Wilhelm Gerou. 579
gleichen Arbeit geschickt. Nach dem Tode des DomVernmac, sahe er sich allein mit dieser Geschichtebelästiget. Er hat daran etliche Jahre lang mit un«ermüdetem Fleiß gearbeitet, und sehr viel Urkundenund Denkmäler zusammen gebracht. Da er seinenKräften dennoch nicht trauete, um eine ganze Geschichtedaraus zuwege zu bringen, so befliß er sich bloß dieBibliothek der Schriftsteller von Berry vollkommenzu machen, welche von Dom Meri, dem Bibliothekarvon Orleans, angefangen worden. Es kam daherdiese Bibliothek sowohl, als die Sammlung des Vor«raths zur Geschichte von Berry in die Hände desD.pcecieux, welcher sich zu der Fortsetzung des DomBouquel verbunden sah, und alles an Dom Llau§dius Anron Turpin, (v) einen Ordensmann vonSt.Germain des Pres, übergeben hat. Von ihm er«wartet man nun die Geschichte derProvinz von Berry.
Nach den obgemelbeken Arbeiten wurde demDom Gerou aufgetragen, die Libliorftegus 6esrmreurs 6s Tourrüne, die von Dom Liron aufgesetztworden, in Ordnung zu bringen. Er wurde deswegennach Marmoutier geschickt, allwo er etliche Jahrehindurch arbeitete. Inzwischen ist diese Bibliotheknicht herausgegeben worden.
Dom Gerou, welcher sich gerne beschäftigenwollte, suchte die Genehmhalkung von seinen Oberndie Libliotkegus 6es -luteurs Orieanois zu ver«fertigen. Er wurde zu dem Ende in die AbteySk.Benoik an der Loire geschickt. Daselbst arbeiteteer ohne Unterlaß, und in weniger als vier Jahrenlegte er die letzte Hand anS Werk. Er hatte freylichbey der Ausführung viel Beystand. Herr de Lomces,der Sohn, Landgerichkörakh von Orleans, verschafte
Oo 2 ihm
den iz. des WinlermonatS »749. seine Gelübde ab,
gelegt.