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Zweyter Band
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Dom Johann Guerrier. 607

dige Gerechtigkeit widerfahren, und sah ihn als dengelehrtesten Pfarrherrn seines Kirchensprengelö an.Herr le pileur, der Nachfolger des Herrn ve GaincMauris in dem Bisthum Saintes, stellte den 5.Jänner 1714.einenSchein aus, worinnen erden Fleiß,und die Wachsamkeit des Dom Guerrier, und denNußen bezeugte, den er in der Pfarrey stifte, die er ausden Trümmern der KäHerey durch seine beständigenUnterweisungen zusammen gebracht habe. Der Prä»lat zeigt klarlich, wie viel der Religion daran gelegensey , daß dieser eifrige Scelenhirt fortfahre die von ihmgesammlete Heerde zu führen. Der Pater Guerrwrergriff alle Mittel, die ihm seine Liebe zur Kirche an.gab, damit er alle seine Eingepfarrke bewegen möchtesich unterweisen zu lassen, und verschaffe ihnen alleMittel, die von ihm abhimgen. Er hatte eine wun-derbare Gabe sich ihr Vertrauen zu erwerben, und auchso gar der in der Religion anders gesinnter», welche ihnmit Vergnügen in ihre Häuser kommen sahen. Eswurden deren eine große Anzahl durch seine Ermah.nungen bekehret. Diejenigen unter den Protestanten,welche unterrichtet waren, fanden an ihm einen gs.schickten Streiter, der nie in Verwirrung gerieth,wenn er auf die Zweifel antworten mußte, die sie ihmeinwendeten. Viele von andern Pfarreyen, und an.gränzenden Städten verlangten die Wahrheit zu er»kennen , und kamen zu ihm Unterricht zu holen. DieHerren Bischöffe von Saintes, von Poitiers, von An.gouleme, und ihre General Vicarien empfolen ihm ei;nige zu eben dem Endzweck.

Nie erblickte man einen liebreichern Pfarrherrn.Man verwundert sich, daß er bey so geringen Einkünf«ten, die ihm seine Accidentien einbrachten, die ihm dieObern für die Armen gelassen hatten , so viele dürftigeHäuser erquicken können. Er stund in einem solchen

Ruf