74 Geschichte von Frankreich,
De»kwürdig« Begebenheiten unter Larln demRahloNv
ß^z. tü-
Robert le Fort, über dessen Herkunft Man so vielerley Meinungen hat,und der ein Urgrosvatter Hngonis Capeti war/ erhält die Statthalterschaftüber das damals so genannte Herzogthum Frankem Balduin/ Öbriftförst-Meister von Flandern, entführet Carls des Kahlen Tochter, die verwittibtt'Königin von Engelland. Nach vielen Schwierigkeiten bekommt derselbevom Könige die Erlaubniß, sie zu heirathen, und wird Grav von Flan-dern. Lotharius, Konig von Lothringen, verftöset seine Frau, um seineBeyschläferin, Waltrade,. zu heirachen. Dieser Herr muffe sich vor sei-nen beeden Oheimen- furchten, die sich nach einer Gelegenheit begierigst um-sahen, seine Lander wegzunehmen, Nikolaus tt, machet sich dieser Umstände
zu-nuhe, und thut Locharium auf den Fall, wenn er. dje.Waltrgde nicht vetlassenwill, in.den.Bänn..
867- 6?. rc..
Nicolaus II stirbt; Hadrian U.. lässet- sich- durch das Bitten Lotharri,,welcher-uach Rom kommet und die?Absolütion von. ihm suchet, gewinnen.
Kirchenspaltung der Griechen:. Die Ursache-dazu war der ungearün»dete Ansprn.u / welchen der Patriarch von Constantmopel wegen des Vorsi-tzes über den Römischen Bischof machte; Diese wia-ttgo-Jrrung' ist untev-dem Kaiser Theodosio auf der Kirchmversammlung zu Constannnopel cnr-sih.eden worden, die Ansprüche aber wurden von Zeit zu Zeit aufgewärmetAls endlich der verschnittene Momrs an des Patriarchen, Jgnazens, Statt,zum Canstantmopol'tanischen Patriarchat aufgedrungen wurde, und eine?günstige Gelegenheit? fand , so that er. diesfals einen neuen Versuch, und wie?derselbe wohl oinsah, daß er niemals den Vorsitz erhalten würde , so suchteer nichts-, als sich unabhängig? zu machen. Solches brachte er mittels einer-Trenuung vomder Römischen >Kirch,e zuwege, und diese ist das Schisma-der Griechen. Phocius hakte verschiedenrliche Schicksale, denn das Pa?triarchat- zu Cönstanttnopei war nicht-beständiger als der damalige Thron;das Ende war, daß er im Exilio, starb.. Sein Tod aber, welcher dasSchisma lediglich unterbrach, hub es nicht gänzlich auf; es wurde verschie-dene male erneuert, so lange bis die Constantinopolitanische Krone in die