zweyte Königliche Linie. 75
Denkwürdige Begebenheiten unter Earln dem Aadkcn.
Hände der Lateiner kam. Ais zu solcher Zeit dex Kaiser Balduin einen la-teinischen Patriarchen wählen lies7 so vereinigte er -die Orientalische Kirchemit der Occidentalischen/ Diese Vereinigung dauerte nur so lange, alsdas Reich der Lateiner, und verlosch.nach .5 z. Achren, da der Kaiser Pa-leoiogus, nachdem er Constantinopel 1261. wieder erobert hatte, sich aufsneue von der Römischen Kirche absonderte. Diese Erneuerung der Kirchen-tremumg wahrere lang, und wurde erst 1439. auf dem Coneilio zu Florenzgehoben. Aber auch diese Vereinigung, welche sich nur auf die Bedürfnißdes Griechischen Kaisers, der des Pabstes nöthig hatte, gründete; wurdevom ganzen Reiche mißbilliget, und fand nicht star. UebrigcnS gieng esmit der Religion im Orient auf die Neige,, -rmd selbige wurde ganz darinnverdwngen, als Mahomet ll. 14s 4. Constantinopel einbekommen. Vonsolcher Zeit an ist die Mahomeramsche Religion in Asien eingeführet., dieChristliche lediglich geduldet, auch sind alle ihre Patriarchen vor Schisma-tiker angesehen worden. »
Lotharlus, König von Lothringen, stirbt ohne eheliche Leibcserben,und werden durch seinen Tod die Königreiche, Lothringen und Provence,erledigt, die er, von feinem Bruder geerdet hatte. Der Kaiser Ludewigist ausser Stand , die Rechte auf seines Bruders Verlassensthaft geltend zumachen, weil er in Italien genug zu thun hacke. Seine beede Oheime,.Carl der Kahle und Ludewig der Teutsche, machen sich solches zu nutze,.
87s. 76. 77.
Kaiser Ludewig kl. stirbt ohne männliche Leibeserben. .Kurze Zeit hernach stirbt Ludovicus Germaniens. Carl der Kahle gehet nach Italien,und lässet sich daselbst zum Kaiser krönen, ohngcachtet Carlomann, Lndo-vici Germanin Sohn, dagegen ist, welcher mit seinem väterlichen Erb-theile zufrieden seyn meiste, wovon wir die Beschreibung in der von dem P.Sirmond ans Licht gebrachten berühmten Urkunde haben, welche die Geo-graphi vor das kostbarste Denkmal der Geographie mittlerer Zeiten schä-tzen. Die Fortsetzer des Eutcopii, und nicht Eurropius,wie der P. Da*niel gesagec hat, sind die einzigen Schriftsteller, welche behaupten, daßCarl der Kahle, zum Lohn der erhaltenen Krönung, dem Pabst zu gunstm,
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