rz6 Geschichte von Frankreich.
Denkwürdige Begebenheiten unter Audewig yern Dicken.
wegen zu räche»/ worauf er bey Gelegenheit der Jnvestttucirrunge» in denDann gethan worden. Der König versammlet alle seine Vasallen; alles/sogar auch die Geistlichen/ gievg ins Feld/ und Suger/ Abt zu St. De-nis / war mit den Unterthanen dieser Abtey zugegen. Das Kriegsheer be-lief sich über 220020. Mann. Der Kaiser getraute sich nicht / mit so vie-len Truppen anzubinden. Der König hatte sogleich leichtlich gegen denKönig in England »narschiren, und die Normandie wieder wegnehmen kön-nen / .aber die Vasallen / welche ihm gegen einen fremden Fürsten folgten/würden ihn verlassen haben / wenn es auf den Herzog von Normandie' los-gegangen war / weil ihr Vortheil erfoderte / diese beederr Machte in einemGleichgewichte zu erhalten.
Die Strittigkeit wegen der Investitur gierig 1122. zu Ende, indemCalixtus U. und Heinrich einen Vergleich unter sich eingegangen hatten, wor-um dieser Herr viele Gerechtsame vcrlohr. Der Erzbischof zu Vienne ma-chet auf den Primat Ansprüche, die sich auf -eine Bulle Calixti U. vom Jahrt 122. gründeten.
Es wird festgesetzet, daß die Römische Geistlichkeit allein befugt sey,die Päbste zu wehlens ohne die Einwilligung oder Bestätigung dxs Kai-sers nöthig zu haben.
1127. 28. 29.
Ludewkg rächet den in der Person Carls des Guten, Gravens vonFlandern, begangenen Mord, welcher zu Brügge in der Kirche des H.Donariani, astwo er Messe hörte, ermordet worden, und giebet diese we-gen Abgang eheliclm- leibeserben erledigt gewordene Gravschast WilhelinClitov, Heinrich I. Neffen, der sich immerzu einen Herzog der Norman-die nennte. Er nimmt seinen ältesten Sohn, Philtpp, zum Reichsgehül-fen an, und laßt ihn krönen.
Dieterich von Elsas, welchen Heinrich I. unterstützet, überfallt Wil-helm Cliton, und. wird geschlagen, als aber Wilhelm verwundet morden,und davon gestorben, so blieb Dicterichen Flandern, und Heinrich hatte we-gen der Normandie keinen Buhlen »nehm
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