Geschichte von Frankreich/
Denkwürdige Begebenheiten unter Philipp Augusten.
„ zulphus / der sich auf der See zu retten suchte / wurde erhäschet, und nachVerdienst mit dein Tode bestrafet.
„ Nachdem solchergestalt die Franzosen Meister von Constantmopel wa-hren, so erweichte» siedenzweytm Sonntag nach Ostern 1204. den Grav„ Balduin von Flandern zum Griechischen Kaiser, und nahmen, mit Bei-„ seitsehung des Feldzuges ins gelobte Land, ihre Masregeln, das neuer-„ oberte Reich iiu Gehörsinn zu erhalten." Das ist nun das LateinischeReich; dasselbe dauerte nicht länger als 58. Jahre. Die Griechen em-pörten sich, vertrieben die Französin , und welchen Michaelem Palaologumzum Kaiser. Dieses neue Kaisecthum wahrte bis Constantmopel vonMa-homet II. erobert worden, ohngefehr 202. Jahre.
Es waren noch Prinzen aus dem Kaiserlich Comnenischen Hause übrig,welche bey dem Untergänge ihres Kaisirthums nicht den Muth sinken liefen.Einer derselben, welcher auch Aleris hies, flüchtete mit einigen Schiffenuach Colchis, und gründete allda, zwischen dem Meer und dem Berg Cau-easus, einen kleinen Staat, welchem man den prächtigen Titel, deö Tra-pezuntischen Raiserrhums, gab. Dieses neue Reich stund bis aufden Einfall der Türken , welche 14z z. dem Orientalischen Kaiserthum einEnde machten.
1206.1227.1228.1229. re.
Verordnung zu Gunsten der Jüden. Unruhen durch die Albigenser;man nimmt das Kreutz g'ider dieselben, und suchet'sie mit einem grausamenKriege heim. Jnnocens III war die Seele, Dominicus der Apostel, derGrav von Toulouse das Opfer, und Grav Simon von Montfort derFeld-sierr in diesem Kriege. Kaiser Heinrich VI. der zu Anfang 119g. verstorben,hatte seinen 9. Monat alten Prinzen, Friederich, nachdem er ihn zum Kai-ser krönen lies, unter der Vormundschaft seines Bruders, Philipps, hinter-lassen. Die gross Jugend dieses Kindes machte seine Wahl verächtlich, undPhilipp, welcher für sich selbst arbeitete, lies sich zu Ersurth wehlen ; dasich aber Herzog Otto von Sachsen, den der Pabst unterstützte, gleichfallszum Kaiser ernennen lassen, so machten sie endlich einen Vergleich, undOtto überlies Philippen, dessen Tochter er heirarhete, mit der Bedingniß,