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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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dritte Königliche Linie. rkr

Denkwürdige Begebenheikkn unter Philipp Augusten.

daß er ihm in derRegierung folgen wollte, die Kaiserliche Würde, ohne daßman an Friederichen gedachte, welcher erst nach vielen Widerwärtigkeiten,welche Philipp August dem Otto zufügte, das Kaiserthum wieder erlangte.Nach der Meiimng verschiedener Schriftsteller war es um diese Zeit/ alsKaiser Philipp 1208. mit Tode abgieng, das; die Zahl der Churfürsten,auf einem zu Armtksurth gehalten ein Reichstage, auf sieben festgesetzetwurde.

Merkwürdiger Sieg über die Moren (d.12. Jul. 1212.) welchen As-phons IX König von Castilien, Peter, König von Arragonien, und San-cho , König von Navacra bey Tolosa erfochten haben. Man glebet vor,daß 200200. Ungläubige auf dein Platze geblieben.

Engellandische Unruhen wegen der Wahl eines Erzbischofs von Eantel-herg; der Pabst belegte das Königreich mit dem Jnterdfct. Johann, an-statt sich gegen die UnternehlmmgenJnnocmsHI. mifdie Macht seinerGeist-lichkeit zu verlassen, zog alle Kirchengüther ein, und brachte feme Unter-thanen vollends in Harnisch. Er gieng noch weiter, nnd verlangte, derSage nach, den Miranrolin aus Africa, mit dem Versprechen, fein Vasallzu werden, und seine Religion anzunehmen ; aber dieser Barbar verachtet«/ihn. (Sc. Romuald). Rapin - Choiras gedenket dieses Umftandesnicht. Der Pabst schritte vom Jnterdick zum Bann, entband die Unter-thanen des Eides der Treue, und gab dein König in Frankreich die KroneEngelland. Johann, der sich von der ganzen Nation verlassen sah, befandfür gut, sich dem Pabst zu unterwerfen, und machte sein Königreich den; hei-ligen Stuhl sehen - und steuerbar.

Der Päbstliche Legat, mit Johanns Gehorsam zufrieden, suchte Phi-lipp Augusten die Schenkung des Pabstes auszureden, aber Philipp, derschon alle zu diesem grosen Unternehmen nöthige Zubereitungen gemachethatte, lies seine aus 2702. Segeln bestehende Flotte von der Seine aus-lauffen. Diese Sache, wenn sie wahr ist, kan bey damaliger Zeit für einWunder gelten, um so mehr, als seit der dritten Königlichen Linie das See-wesen ganz in Verfall gekommen war. Philipp will, vor seiner Ansandungin Engelland, den Graven von Flandern zu recht weissen, welcher sich unterallen seinen Vasallen diesem Kriege allein widersetzet hatte. Er bemächtigte

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