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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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zweyte Königliche Linie .

H^ürdige Begebenheiten u nter Ludewig dem Heiligen.

der mir einem mächtigen Herrn zu thun hatte, nicht einmal bey seinen Un-terthanen die erforderliche Gewalt gehabt, und die Italiener zu eben derZeit da er Friederichen verkürzen wollte, ihm alles, was er be,as, abzuneh-men suchten Aber Gregorius IX. wurde mit dem Kaiser, und mit den' Römern fertia. Anfangs befliß er sich, Friederichen zu entfernen, und et-was m schaffen zu machen, wozu ihm die Heirach dieses Herrn, mit der Er-bin von Jerusalem, Jolante, einen ganz guten Borwand gab. Fnederichhatte sich bey seiner Vermahlung mir derselben anheischig gemachet, nachBalastina zu gehen, und von ihrem Königreich Besitz zu nehmen. Als erdiese Reise, ohne daß ihn die Bannstrahlen irre machten, lange Zeit hinter-trieben hatte, entschloß er sich endlich 1228- abzugehen, er blieb aber nichtkanae aus, und nachdem er sich zum König in Jerusalem krönen lassen, und' mit den Sarazenen einen Vertrag gemachet hatte, dachte er auf seine hurti-ae Zurückkunft, weil er wohl einsah, daß ihn der Pabstblos darum nachSnrien geschicket, damit er ihn in Italien bekriegen konnte. Er bekambald dasjenige wieder, was ihm Gregorius wegnahm. Gregorius nahmabermals seine Zuflucht zum Bann. Jnnocens IV. zwischen welchen undGregorio ein anderer Pabst (Lölestin) nur 17. Tage regierte, der vor sei-ner Erhöhung Friederichs Freund gewesen, lies sich die Maximen seinesVorfahren gefallen, und Friederich wurde, wie man in der Folge verneh-men wird, auf dem Concilio zu Lion abgesetzt. Darauf wurden der Landgravvon Thüringen, und Grav Wilhelm von Holland nacheinander zu Kaisernerwehlet- Fnederich überwand sie, aber erstarb mitten unterdiesen Unruhen,und weder Italien, noch das Reich bekam dadurch mehr Ruhe.

I2gL>. gl. I2. ZZ.re.

Unruhen bey der Universität; die Jacobiten machen sich solche zu nutz,und errichten zwey theologische Lehrstuhle.

Die Inquisition, die 1204. entstund, und 1229. von dem Graven vonToulouse ^mfgenommen ward, wurde endlichvom Pabst GregorioIX. I2ZZ.den Dominicanern anvertrauet.

Der König in Engelland thut eine Landung in Bretagne; seine Gegen-wart hindert den König nicht, daselbst weitere Eroberungen zu macben.

^ Hein-