§80 G eschichte von Frankreich,
Denkwürdige Begebenheiten unter dem H.Ludewig.
rads Sohne,, gehörten. Damit Manfred diese Königreiche seinem Lauseversichern mochte, so gab er seine einzige Tochter, Torchance, Petern IIIKomg von Arragomen, und Sicilien zum Heirathsguch, wovon er sichden Nießbrauch vorbehielt. Urban IV. (derjechae welcher das Fronleiclnnamsfest eingesetzet) der, wie seine Vorfahren ein Feind des SchwäbischenHauses war, thut den Usurpator Manfted 126z. in Bann, und erkläretCarln von Anjou zum Konig von Neapel und Sicilien. Clemens IV dieAblichten seines Vorführers fortführend, that 1268. den Conradin ,'mBaun, welcher, nach dem Tode des in der Schlacht zu Benevent 1266gebliebenen Manfreds, seine Rechte ausüben wollte. Der Tod Eoncadms "welcher hierauf von Carln von Anjou, der ihm den Kopf abschlagen lassendüberwunden worden, lies Carln in dem ruhigen Besitze des SicilianischeirThrones. ,Carl war zu Anfang des Pontjficats Urbans IV. zum Senatorvon. den Römern erwchlet worden, welches die beeden Päbste stutzig mach-te;.,, aber ihr Haß auf das Haus Schwaben überwog die Eifersucht, welche,sie über diese neue Wurde haben konnten. Carl stiftete den ersten Ast vonAnjou, welcher in Sicilien regieret; feine Nachfolger waren Carl der Fsin^kende, Robert, Johanna von Neapel, welcher sein Vetter, Carl von An-jou, de la Paix genannt, die Krone entrissen; Carl de la Paix hatte einenSohn, Ladislaus, von dem die Johannella herstammt, welche durch ihrunordentliches Leben so bekannt ist. Als Johanna von Carln de la Pa,rÜberfallen worden, hatte sie Ludewigen, Herzogen von Anjou, Königs Jo-hannes in Frankreich zweytm Sohn zu Hülfe gerufen, und zum Thronfol-ger ernannt. Bon diesem kommet das zweyte Haus Anjou zu Neapel undin Sicilien her, wiewohl weder derselbe, noch seine Nachfolger, sich indemBesitze dleftr zwey Königreiche erhalten konnten.
Alexander IV. versammlet unterschiedliche Brüderschaften der Einsiedler(i'2^6.) und schreibet ihnen die Regel des H. Augustins vor. Drey Jah-re hemach kamen die Augustiner nach Frankreichs ^ ^
Merkwürdiges Urchel gegen dm Herm von Vernon, vermöge dessen«rangehalten worden, einen Kaufmann zu entschädigen, welcher bey hel-tem Tage unterwegs auf seiner Herrschaft bestohlen wurde. Das Geftßkrachte mit sich- daß die Herren verbunden waren, Sie Wege vom Aufganqder Sonnen bis M deren Niedergang, wegen des Zolls, den sie diesechalb