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Geschichte von Frankreich,
1270.
Gelangung zurKrone.
Denkwürdige Begebenheiten.
Philipp m.der R>ühne ge-nannt, kommt imJahr 1272. zurKröne, seines Al-ters 25.Jahre undetliche Monate.Er wurde darumder Kühne benam-set, weil er, derSage nach, garnicht verlegen war,als er sich nach sei-nes Vatters Todeden Waffen derBarbaren ausgese-tzet sah, weiter aberthat er nichts; soihm diesen Namenhatte verdienenkönnen. Erwürbe1271. zu Nheimsgesalbet und gekrö-^net, welches, weildas ErzbistumRHeims erledigtwar, durch Mikesvon Bazoche, Bi-^schössen von Sois-fons, geschah.
1272. 71. 72.
Philipp der Aühne, erhalt, da er noch nach sei-nes Vatters Tode in Africa war, von seinem Oheim,dem König Carl von Sicilien Beystand. Er schlaget dieUngläubigen, gehet sodann mit ihnen auf zehen Jahre ei-nen Stillstand em, und kehret mit Thibaud, Gravenvon Champagne und König von Navarra, und Alphons,Graven von Poitou, welche unterweges sterben , nachFrankreich zurück. Alphons war auch Grav von Toulouse:Als er und seine Gemahlin ohne Kinder verstorben, so fieldiese Gravschaft wieder ans Königreich. Heinrich folgtedem Thibaud, seinem Bruder, im Königreich Navarra.
Erster Adelsbrief zu Gunsten des Goldarbeiters Ra-dulphs. Diese neue Gewohnheit, wodurch man gemeineLeute den Adelichen gleich machte, und welche das Adelngenennet wurde, brachte lediglich die Sachen ins alteGleiß; die Bürger von Frankreich, selbst von ClodovaiZeiten her, unter der ersten und lange Zeit unter derzweyten Königl. Linie, waren, es sey nun, daß es Fran-ken , oder Gallier, gewesen, von einerley Stand, unddiese Gleichheit des Standes , welche so lange dauerte,als die Könige uneingeschrenkt waren, wurde nur durchden Aufruhr und die Vergewaltigung derjenigen, so sich derHerrschaften anmaßten, unterbrochen. Nicht, als obunter den ersten Königlichen Linien, Lerne gewesen, die,'n dem Ansehen unterschieden waren; denn es ist nicht wohlbegreiflich, daß die mit großen Würden bekleidete Gallier,oder Franken, einerley Standes mit den Bürgern gewe-sen, aber dieses rührt daher, daß man das Ansehen derLeute, mit ihrem Stande vermischet ; Man kan nichtläugnen, daß einige Männer ansehnlicher, als andere,
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