dritte Königliche Linie.
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IZI4.
Gelangungzur
Krone.
LudewiA X.genannt Hutin(ein altes Wort, soeinen stürmischenMenschen undZänker bedeutet)kommt izi4. zurKrone, im 2 z. oder25. Jahre seinesAlters, (denn hier-über ist man nichteinstimmig) Erwurde zu
Rheims durch denErzbischof Robertvon Courtenai ge-fastet und gekrö-net.
Denkwürdige Begebenheiten.
izi4.
Ludewig Hutin verschob wegen der Unruhen sei-nes Königreiches, und weil er feine neue Geinahlin erwar-ten wollte, seine Krönung ins folgendeJahr. Dem ohn-.geeicht übernahm er die Regierung des Staates, ob man'gleich vormals den Tag, da solche Ceremonie vorgieng,für denjenigen hielt, da der Prinz mitder Königlichen Äe-,walt bekleidet worden. Er ist schon bey seines VattersLebzeiten, nach dem Tode seiner Mutter der Königin vonNavarra, zum König von Navarra gekrönet worden.
IZIs.
Carl von Valois, Philipps des Kühnen Sohn, undLudewigs Hutin Oheim, welcher alle Gewalt, ohngeachtder König grosjahrig war, an sich gerissen, setzte vieleBedienten ab, seine Geschöpfe anzubringen. Hiezu har-te er auch in Wahrheit wegen der beschwehrlichen Aufla-gen und Münzverderbniß einen gegründeten Vorwand.Man fand gar kein Geld die Krönungskosten auszurich-ten, und hielt sich disfalls an Enguerrand von Marigm,des Prinzen Feind, und Ministern unter dein seligen Kö-nig. Carl verurcheilte ihn zum Strang, welches zuMontfaucon auf einen Galgen vollzogen wurde, den erselbst bauen lassen. Dieser Minister war von einem gu-tem adelichen Geschlechte aus der Normandie : da seinGrosvatter aus dem Hause dü Portier eine Erbin desHauses Marigm geheirathet hatte, so führten seine Nach-kömmlinge diesen letztem Namen.
Kirchenversammlnng zu Senlis, worauf Peter vonLantilli, Bischof zu Chalons und Canzler von Frankreichauf verschiedene Klagpuncte, und unter andern, daß eran den Betrügereyen Enguerrand von Marigni Theilgenommen, und seinen Vorfahren mit Gift vergeben, ge-
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