246 Geschichte von Frankreich
Denkwürdige Begebenheiten unter Larln V.
„getRapin Thoyras , alle Tugenden im hohen Grade; er war ein so gu-„ter Soldat als hoher General, tapfer ohne Wildheit, trotzig in Schlach-ten , und im Umgänge höchst leutselig.-Semem Herrn Vatter, dem
„König, begegnete er allezeit mit Ehrfurcht und Respect." Der König inFrankreich ließ ihm zu Ehren eine Seelmesse in der Kirche U. L. F. halten.Der König in Engelland starb ein Jahr nach seinem Sohne, und Richard,des Prinzen von Wallis Sohn, folgte ihm in der Regierung. DieFloremi-ner, welche damals mit dem Pabst Gregorio XI. wohl stunden , schicktendieLarharinavon Giennu zu ihm, die ihn vermochte den H. Stuhl wie-der nach Rom zu verlegen, (r z/7.) von wannen derselbe seit lzc>8. nachAvignon versetzet worden. (Derselbe ist der letzte Pabst von der FranzösischenNation gewesen.) Der Beweggrund solcher Zurückkunft war die Empörungder von Bononien, die sich der Herrschaft des Pabsts entziehen wollten,und welche der Pabst in der Ferne nicht so gut treffen konnte.
Eduards UI. Hintrit setzte CarluV. im Stand Guyenne vollends zuerobern, womit er, die Stadt Bordeaux ausgenommen, ganz fertig wur-de. Kaiser Carl IV. und sein Sohn Wencrslaus kamen den 4. Jenaer zuParis an; der Kaiser kam wegen eines Gelübdes, so er zur Abtey vonSt. Mauer gethan, dahin. Des Königs von Navarra, der den König zumzweytenmale mit Gift vergeben wollte, Spiesgesellen, werden hingerichtet.Der Herzog von Anjou nimmt den König von Navarra Montpellier ab.
IZ 79 .
Der König ziehet auf die Schlußhandlung seines Advocatens, Ca-nart, Bretagne ein, und vereinet es mit der Krone, weil der Grav vovMontfort einen Lehensfehler begangen hatte, doch werden den Kindern Carlsvon Blois ihre Gerechtsame vorbehalten. Es fand aber diese Reunion nichtstatt, weil der Herzog sich vertheidigte, und derKönig kurz darauf mit To-de abgieng.
Anfang des Schisma. Nach dem den 27. Merz 1Z78. erfolgten Ab-sterben Gregorii XI. wurde Urban VI. von allen in Rom anwesenden Cardi-na len