dritk e Königliche Linie. 4v z
" Denkwürdige Begebenheiten unte r Heinrich M .
Niederlanden Moritzen für allzujung hielte«/ denn er war nur achtzehenZahre alt/ so liefen sie dem König den Antrag thun/ sich ihm zu unter-werfen; aber ein so vortheilhafter Antrag, der durch den weisen RathFranzens von Noailles, Bischoffens von Dax, unterstrchet wurde, ge-schah an einem schwachen Prinzen, welcher sich dessen nicht zu Nutz zu ma-chen wüste. Alsdann trat Moritz an Wilhelms Stelle, und zeigte, das; ereines solchen Vatters würdig war. Derselbe errichtete den Stillstand von1609. Da er ohne Kinder verstarb, kam Friederich Heinrich, sein Bru-der, an seine Stelle, und erhielt von Ludewig XIII. den Titel ^ltesss.Sein Sohn war der nemliche Wilhelm, der Amsterdam überrumpeln woll-te, wegen dessen schnellen Absterbens die Vornehmsten des Staates stark inVerdacht kamen; derselbe war des Königs Wilhelms HI. Vatttr.
Heinrich M. beschicket den König von Navarra, um ihn zu vermögen,daß er die Religion verändern, und sich mit ihm verbinden möchte. Catha-rina von Medicis, anstatt daß sie die Lige im Anfange, wo der Herzog vonGuift nur wenig Kräfte hatte, zu unterdrücken gesucht hatte, befürchtet,es möchte, wofern der König von Navarra zu mächtig wurde, ihr Anse-hen darunter leiden, und begünstiget das Haust Lothringen in der Absichtdie Kinder ihrer dem Herzog von Lothringen,^ vermahlten Tochter auf denThron zu bringen; aber der Herzog von Guise, welcher sich mehr bedachte«ls die Prinzen vom ältesten Aste seines Hauses, beredete den alten Car-dinal von "Bomben, des Königes von Navarra Oheim, daß die Kroneihm gebühre, damit er selbst Zeit gewänne, unter dem Deckmantel diesesNamens für sich zu sorgen.
Die Stelle eines Colonelgeneral des Französischen Fusvolkes wird zuGunsten des Herzogs von Epernon zu einem Amt der Krone erhoben. DerBrief darüber wurde erst im folgenden Jahre einregiftriret.
Die Ligisien lassen in die Kirchenbücher zU Dannes und - Clermont einGebet einrücken, daß es GOtt gefallen möchte, dem König Heinrich III. ei-ne« Prinzen zu verleihen, wie auch ein anders Geber fm die. Herstellungder pragmatischen Sanction; damals hatte Man Noch nicht die Vortheile desEoncordats eingesehen,
Die Recolleccen setzen sich in Frankreich.
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