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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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dritte Königliche Linie.

Denkwürdige Begebenheiten unter Heinrich III.

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Der Herzog von Aumale wirb Statthalter zu Paris. Der Koni»Verleger mittels eines im Homung zu Blois erlassenen Edikts das Parle-mem von Paris nach Tours; ein anderer Theil dieses Parlements wurdenach Chalons an der Marne verleget. Hieven findet man folgendes in ei.nerHandschnft desBlancharöAugustvon Thou war nebst Nicolaus Porier Präsident bey der ParlementScammer zu Chalons, welche allda^ durch das Edict vom Hornung nach Tours verleget worden.^' DerKönig vertragt sich mit dem Konig von Navarra. Sie sprechen einanderzu Pont de la Motte eine Viercelmeile von Tours, und erzeigen sich aroseFreundschaft. Der König von Navarra begiebt sich, als er den Kon.a nack,Tours, wo er eine Nachr schlief, begleitet hatte, in sein Quartier, er ka.naber lehr geschwinde mit seinen Truppen zu des Königs Hülfe zurück, wel-chen d«r Herzog von Mayenne an der Spitze seiner ganzen Armee, in Tourszu überfallen gedachte. Ein so wichtiger Dienst vertrieb vollends allesMistrauen so diese beede Prinzen etwan noch auf sich sitzen mochten. Diezwey Könige rucken mit ihrem Heer gegen Paris. Nach einigen durch Lk-re Hmffen erhaltenen Vortheilen nahmen sie nebst denen unter ibren Be-fehlen stehenden Marschallen von Biron und Herzogen von Ewernon dieStadt Pouwisi ein, welche von ihrem Statthalter von Alincourt vertheidi-get wurde. Sän« führet eme Hülfe von 10020. Schwerern herbey, unddas Königlich« Heer, so über dreysig tausend Mann stark war, marschirteParis zu belagern, worinnen der Herzog von Mayenne Befehlshaber war.Es leistet« damit Sau« dem Staate einen grosin Dienst, er wurde auchaus emem blosin Requetenmeifter zum Obersten der Schweißer aemacketHeinrich IV.. dem dieser Dienst auch wichtig war, machte ihn nachmalszum Surmtendanten der Finanzen. Aber Sanci warf sich mit der Ga-briela von Etrees ab, weil sie mit ihm allzuaufrichtig Über den Zustand sei-ner Kinder gesprochen harre; daunt brachte sie ihn um die Sürintendanten-stelle, welche dem Marquis von Rosni verliehen ward. Abmahnungsbrie-fe des Pabstes gegen Heinrich III. ^ ^

Er wird den i. August durch den Bruder Jacob Clemens einem ^a-eobiner ermordet - beym Verscheiden erklärte er Heinrichen Köniq von Na-varra zu seinem Thronfolger. Man glaubt, daß die Frau von Montpen-s-er^^Herzogen von Gu.se Schwester, an dieser Mordthat grosin Theil

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