dr itte Königliche Linie. 4Zi
- Denkwürdige Begebenheiten-rmter Heinrich IV.
Gravschast Charolois , welche das Hauß Oesterreich mit Vorbehalt derSouvecainete vor Frankreich besessen, ist durch Ludewig II. Prinzen vonConde, welcher sie wegen einer Schuld Philipps IV. Königs in Spanienerhalten, an das Hauß Conde gekommen, wie sie denn ihm auch/ ohne daßCarl II. jenes Sohn / sich dagegen gereget, zugeurkhelt worden.
Vergleich zwischen dem Gcosherzog und dem König wegen einiger In-seln, deren sich solcher Prinz wahrend des Bürgerkrieges in Provence be-mächtigte. D'Ossat, so diesen Vertrag geschlossen, ward im kleinlichenJahre Cardinal. Philipp H stirbt den rz. September. ChristophMsra,einer von den Bedienten dieses Heerns, legte eine grose Probe seiner Treuevor ihn ab, denn als bey seinem Verscheiden sein Nachfolger Philipp III.vom Mora einen Schlüssel, den er m Verwahrung gehabt, abfordern lassen,wollte er lieber dem Sohne seines Herrn, welcher sein Herr selbst wurde,misfallen, als seine Pflicht hintansetzen. Die Jnsimtin Clara EugeniaPhilipps II. und Elisabethens von Frankreich Tochter dritter Ehe, heirathetden Erzherzog Albrecht, und Philipp III. bestätigt ihnen die Ceßion derNiederlande, welche sein Vatter, der König, der Jnfantin abgetretten hatte.Schluß gegen Wilhelm Rose Bischoffen zu Senlks einen gewaltigen Lei-sten, wodurch ihm untersagt worden, binnen einem Jahre in seine Diöceszu gehen.
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Des Königs Schwester, Catharma, heyrathet den Herzog von Bar,Herzog Carls von Lothringen Sohn. Die Ehe des Königs mir Margare-then von Valois wird mit Einwilligung der Partheyen von den Commissa-rien des Pabstes für ungültig erkläret. Gabriela von Estrees, welche derKönig, dem Vorgeben nach, heyrathen wollen, stirbt. „ Sie war zu An-„ fange ihrer Liebeshändel mit Heinrich IV. an den Herrn von Liancourt aus„der Picardie vermahlet, und nachmals mit seiner Bewilligung durch den„ Bischof von Amiens von ihm getrennet worden, wie sie denn vor demscl-„ben eidlich versicherten, daß ihre Heyrath niemals durch ihre beederseitige„und freywillige Einverständniß vollzogen worden, und daß sie beederseits„einander nichts mehr schuldig wären." (Mem. des Lbeverni). DerKönig verspricht der Mademoiselle d'Antragues die Ehe. Negotiationmitdem Herzog von Savoyen wegen Rückgabe des Marquisats Saluzzo, wel-
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