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Geschichte von F rankreich,
Denkwürdige Begebenheiten unter Heinrich IV.
chem der König diesfalls eine Commission abordnete, geschah. Dem Gra-den von Arwergne, Carls IX. nachmaligen Herzogs von Angouleme natürli-chen Sohn, und dem Herzog von Bouillon widerfichr Gnade, dieser letzte-re aber trauete dem Landfrieden nicht, und verließ das Königreich. „ Der„Marschall von Biron war ein trotziger und stolzer Kopf, den man fast„nicht lenken konnte, er fand nur an schweren und fast unmöglichen Dingen„ein Vergnügen, und konnte anderer Ansehen nicht vertragen , wie sich„denn seine Eifersucht auf den Herzog von Montmorenci, wegen seiner„Connetablestelle bis auf seine Gemahlin Luise von Budos erstreckte, welcher er„bey Lebzeiten ihres Mannes, gleichsam als wenn er ihm in seinem Amte„folgen müste, seine Hand antragen lies, -es war auch derHandel zwischen„ihnen richtig — — — aber der Connetable überlebte sie." (Le La,boureur über den Laftelnau.) Biron, so vier Jahre zuvor zu einer Dü-che-Pairie gemacht worden, wird nach dem ohne Kinder erfolgtem Todedes Marschalls wieder eine Baronie. Im Jahr 172z. wurde es aufs neue«ine Düche-Pasrie.
Schweizerische Gesanden^ welche die Allianz mit Frankreich erneuernwollen. Dueledict. Das Amt eines Sürint-endant des Mines wirdRogern von Bellegarde, Grosstallmeistern von Frankreich, zu Gunsten er-richtet. Beringhen wurde dabey Generalcontvolleur.
Parlementsschluß wider den Bischof von Angers, bey Gelegenheit ei-nes neuen Brevirs, so er, ohne vorher des Königs Erlaubniß bewirket undseinen Metropolitanen befraget zu haben, einführen wollen.
Legitimationsbrief vor den Sohn Henriettens von Balzac und des Kö-nigs, wovon schon ein Exempel wegen des Herzogs von Vendome vorhan,den war, wessen Brief der erste in seiner Art gewesen. Des Herzogs vonSavoyen Anschlag auf Genf mislinget. Die Barmherzigen Brüden,welche zu Grenada von dem H. Johann de Dien gestiftet, und von PabftPro V. i s72. begnehmiget worden, werden 1601. in Frankreich aufgenom-men, und 1602. von der Königin Maria von Medicis zu Paris angesetzet.
Vorstellungen des Parlements über ein Münzedict; diese Vorstellun-gen wurden nicht wie gewöhnlich mündlich angebracht, und der König be-gnügte