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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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dritte K önigliche L inie._

"" Denkwürdige Begebenheiten unter Ludewig XHI.

^a^nent^^dkOb^rschaft alsdenn darum in die harte No-twendigkeit geseher wird, den Lauf derselben einzustellen, da ste ihre Ge-richtsbarkeit nicht einschrenken kan."

Die Holländer fahren fort Eroberungen zur See zu machen. PeterAdrian segelt nach den Antillischen Inseln und nach Mexico ab, greift auchdie SvanMe Flotte an, die er nach Wegcaperung aller ihrer Ladung, ver-dünnte. Mter Hein überfällt eine andere aus Peru nach Mexico kommen-de Flotte, und nimmt ihn vor mehr als sechzehn Millionen an Geld und Wa-ren ab Der Hauptmann Charpentier und Peter de Nutts machen m Ost-indien neue Entdeckimgen, und legen denen von ihnen ausfindig gemachtenLanden ihre Namen bey. Diese Besitzergreifung der Holländer m verschie-denen Theilen der Welt, giebt zu einer allgemeinen Betrachtung über dmWandel von Osten und Westen Anlaß, woraus man den Haupt,schlichen Un-«erstlsiev heutiges Tags erkennen kau, und es scheinet, daß der Unterschiedrw schen dem Handel nach America und Indien darinnen bestehe, daß jenerdie Manufakturen in Europa, dieseraber die Jndramsthen erhalt, wodurch dasGeld aus America zu uns, und von uns das unjerM nach dem OrientkonuneL»

1629.

Herzog Franz IV. von Mantus starb 1612. sein Bruder und Nachfol-ger Ferdinand aber 1626. der jüngstevon ihnen dreyen, Vincens, war ihrErbe und qieng 1627. mit Tode ab. Der rechtmasslge Erbe ist Carl vonGomaaa, Grosoheim der drey letztem Herzoge gewesen, ,em Sohn der Herzogvon Rhetelsis, hatte Marien, Franz IV. Tochter geheyrather, und solcherge-stalt alle Gerechtsame miteinander bekommen. Der Kaiser, der Komg mSpanien, der Herzog von Savoyen und ganz Italien erklärten sich gegenden Lerwg von Revers, welcher keine andere Stutze, als Frankreich, woer wohnte, Hütte. und jeder von diesen Prinzen wollte entweder mit diesemHerzogchum schalten, oder sich dessen bemächtigen, oder dasselbe theilen.

Der Cardinal von Richelieu, welcher den Ruhm seines Herms suchte,und m gleicher Feit denselben den Ränken entziehen wollte, welche die Ko-niain und sein Staatsrarh wieder ihn spielten, vermochte den Komg, sichpersönlich aufzumachen, dem neuen Herzog von Mantua beyzustehen. , ,

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