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Denkwürdige Begebenheiten unter Ludewig XIV.
Stände des Reichs , zu des Kaisers äusserstem Misfallen , geladen hatten,indem derselbe kaum die Mächte als seines gleichen behandelte, die er ange-wöhnen wollte, ihn vor ihren Herrn anzusehen. Die Catholischen versam-melten sich zn Münster und die Protestanten zu Osnabrügg. Der Herzogvon Longueville wurde als Bevollmächtigter nach Münster geschickt; diezwey andern Gesandte konnten sich nicht vertragen, Servin war ein großerStaatsmann und besaß des Cardinals ganzes Vertrauen, Avaux überhat-te außerordentliche Gaben.
Waffenstillstand zwischen Spanien und deit Holländern, welcher durchden Friedensschluß, der ein Jahr hernach zwischen diesen Machten vollzogenwurde, aufhörte. Anton Brun, aus der Franchecomte und Philipps IV.Botschafter, that seinem Herrn bey der Gelegenheit, wo sich Servien tau-schen lies, gute Dienste. Der Marschall von Hocquincourt erobert Tübingenim Würtembergischen. Der Marschall von Turenne, welcher in Gemäs-heit des mit Bayern errichteten Neutralitatstractats Befehl bekam, wiederüber den Rhein und in das Luxenburgische zu gehen, hatte nicht Macht dieteutsche Reüterey, welche sich dem Schwedischen General Wrangel übergab,zurück zu bringen. Der Churfürst wird, als die Furcht vor unserer Ar-mee vorüber war, wieder Kaiserlich.
In Flandern nahm des Kaisers Bruders, der Erzherzog Leopold, weiler die Gesinnungen der Holländer wüste, und von ihrer Seite nichts be-fürchtete», den z i. May Amantieres, shngeachk solches dü Plessis-Bellierstapfer vertheidigte, nach 14. tägigen Laufgraben ein, und sodann Comi-nes. Hernach belagerte er Landreci, welchen Orth des Gassion und Ran-zau übles Vernehmen hülflos ließ, den 18- Jul. weg. Nanzau erobert dieKnockenschanz und hierauf den iz.Jul. Dixmuyden, den 19. nahm Gas-sion la Bassee mit Vertrag ein, weil er gehört hatte, daß der Erzherzog zurHülfe heranmarschire. Ranzau bekam das Fort Nieudam und Ecluse, wur-de aber im Rückweg von dem Marquis von Caraceua angegriffen, wobeyder Vortheil gleich war.
Der Marschall von Gassion entseht Lens, wobey er den 28. Septem-ber tödlich verwundet wurde, und den 2. Oktober starb. Den z. ergab sichLens und Frankreich, sagt Monglac, „verlohr einen grosen General, da