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Chronologischer Auszug der Geschichte von Frankreich : worinnen nicht nur dieselbe vom Ursprung der Monarchie an abgehandelt, sondern auch das Merkwürdige von andern Völkerschaften erzehlet wird / Aus dem Französischen des Herrn Präsidenten von Hainault, übersetzt, von Carl Friedrich Tröltsch
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_ dritte Königliche Linie.

Denkwürdige Begebenheiten unter Ludewig XIV.

Lüneburg in Teutschland den Schweden Bremervörde^b, und hieraufero-

berte der Churfürst von Brandenburg den io. Noveinber Wolgäst. Den22. December ergiebt sich Wismar an den König von Dänemark. JnSi-cilien brachte der Marquis von Valiavoir den z.Jenner einen Su'ccurs nachMeffina. Den 9. Hocnung schlugen der Herzog von Vivonne und derHerr du Quesne die Spanische Flotte vor Meffma. Den 17. Aug. nahmder Herzog von Vivonne Agousta ein, man bekam aber Saragossa' und Ca-tana nicht, und die Unthätigkeit des Generals, so wie die schlechte äuchtder Truppen, brachte die Angelegenheiten wieder auf guten Fuss '

Jchchdem der Grav von Schomberg in Catalonien sich von FkquieresBaschara und einigen andern kleinen Orthen Meister gemacht hatte, nahmer den 27. Jul. Bellegarde ein, welches die Spanier das verwichene Jahrerobert hatten. Er ward Marschall von Frankreich, nnd zn Ende des Feld-zuges kam der Mmrschall von Navailles an ftlne Stelle.

Congreß zu Nimwegen, auf welchen der König den Marschall vonEstrades, den Herr» von Croiffi und den Graven von Avaux, desienige«Neffen, welcher Minister zu Münster gewesen, zu seinen Bevollmächtigtenernennte. Den zo. Jul. machte der König acht Marschälle von Frankreich,nemiich die Herrn von Estrades, den Herzog von Navailles , den Gravenvon Schomberg, den Herzog von Duras , den Herzog von Vivonne, d-mHerzog von la Feuiilade, den Herzog von Lnxenburg, und den Marquisvon Rochefort. Es wurde vestgeseHt, daß sie nicht mehr Wechselsweise,pudern der älteste den andern befehlen sollte. Die Frau von Cornriel sag-te von dieser Erhöhung;dasi es die Münze des Herrn von Turenne sey."

Den 18. Sept stirbt der alte Herzog von Lochringen in einem Altervon 72. Jahren. Dieser Prinz, welcher viele Tapferkeit und kriegerischeEigenschaften von Natur hatte, war doch ein irrender Ritter, welcher, woer ohne Verinögen gewesen wäre, sein Glück hätte macken können, undwüste nickt seine Staaten zu erhalten. In Liebeshändeln war er so wie imKriege beschaffen. Er wurde nachmals zn Paris in die Marianne Paiocverliebt, welche er bey Lebzeiten der Prinzessin von Cantecroir heyrathenwollte, auch war der Ehevertrag den ig. April 1662. errichtet,'aber derKönig, welcher nicht haben wollte, daß sich selbst sein Feind entehrte, lies

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