582 Geschichte von Frankreich,
Denkwürdige Begebenheiten unter Ludewig XIV.
die Marianne in ein Kloster stecken, welches auch der Mademoiselle VolkSt. Renn widerfuhr, die Carl Nach dem eheligen wollte. Im Jahr i66z.-verliebte er sich in die Frau von Ludres, Stiftsfrau vonPoussai, und wür-de sie, wöferne die Prinzessin von Cantecroix sich nicht dagegen gesetzt hatte,geheyrathet haben. Vor dem Tode dieser Prinzessin , der 166 z. erfolgte,machte er seine Ehe mit ihr wieder gültig. Er erzeugte mit ihr den Prin-zen von Vaudemont und die Prinzessin von Lislebonne, endlich verheyrakhe-te er sich im 6z. Jahre seines Alters r66<. mit Marien Luisen von Apre-Mont, ohngeacht sich die Frau von Ludres dawider setzte.
Sein Neffe Carl V. folgte ihm in seinen Staaten , oder vielmehr inder Hofnung solche wieder zu kriegen. Der Kaiser hat keinen grösern Ge-neral und getreuern Bundesgenossen als ihn gehabt. Er gab ihm Eleono-ren Marien, Kaiser Ferdinands III. Tochter und verwittibte Königin vonPolen zur Ehe. Alls dieser Ehe war Leopold I. der durch den Frieden zNRyswick wieder zu seinen Landen gelangte, Und die Prinzessin von OrleansLudewigs XIV. Nichte heyrathete. Er ist des jezigen Kaisers (1748.)Datter, welchem die allgemeine Anständigkeiten Von Europa das Grosher-zogthuM ToscaNa, so der vornehmste Antheil des Hauses Medicis war, zueinem immerwährenden Tausch gegen Lothringen verschaften, welches Lude-wig XV. in Besitz genommen, und Mit der Krone vereiniget hat, alsozwar, daß die Einkünfte dem König Stanistaus von Polen der KönigMWatter, vorbehalten wurden«
1676.
Ungeacht des Congresses zu Nimwegen gieng der Krieg fort, welcherzur See blutig war, wo die Franzosen drey grose'Vortheile erhielten. DerAdmiral Ruytek, welcher den !8« Aug. 167z. von den Holländischen Kü-sten abgesegelt war, die Spanische Flotte zu unterstützen , wollte sich demSuccurs widersetzen, den dü Quesne nach Messina führt, und dadurchereignete sich den 8- Jennek das erste Seetreffen, welches lang dauerte,wobey aber die Franzosen siegten , und Messina beygestanden worden. DieHolländische Flotte ward so Übel zugerichtet, daß Nuyter- nur auf seinenZnnickzUg dachte, gleichwie er aber andere Befehle bekam, als erfolgte den22. April zwischen den peinlichen Admiralen eine zweyte Schlacht. Ruyterverlohr dabey das Leben, und die von ihm Unternommene Belagerung von
Agou-