§91' Geschichte Kon Frankreich/
Denkwürdige Begebenheiten unter Ludewig XIV.
de la Makson dela Reine, welche ihr die Frau Grävin vonSoissons ver-kaufen muste.
Ludewig der Grose, welcher Titel ihm damals selbst nach der FremdenEingestandniß gegeben wurde, laßt Saar-Louis befestigen, Lothringen zubedecken, auch laßt er an der Spitze Won Oberelsaß das Fort Hüningen an-legen. Das Conseil von Breysach vereinigte, vermag Schlusses vom 22.März, alle vpm Elsaß abgestückelte Ländereyen, und die Cammer zu Metzvereinigte durch einen Schluß vom.12. April.alle Won den drey Bistümernabgekommene Lehen mit dem Dsmanio wieder, auch gab der König den24. Ich. ein Adlet, Waß diese Schlüsse vollzogen werden sollten. DiePrinzen, welche durch solche Reunionen betroffen waren, gaben sie vor eineVerletzung des Friedens aus. Diese Irrungen veranlaßten den Congreß,welcher im folgendem Jahre zu Courtrai gehalten worden, und waren dererste Same des Hasses, welcher gegen Frankreich wieder entstund und end-lich 1689. ausbrach.
Der Dauphin vermahlt sich den 7. März mit Maria Anna Victoriavon Bayern. Der Geschmack welchen diese Prinzessin ander Einsamkeit hatte,hinderte ihr Glück in Frankreich, und sie wurde allda ein groses Ansehen erlangthaben, wenn sie besorgt gewesen war dem König mehr zu gefallen; so be-stund aber ihr Vergnügen darum, ihre Tage mit einer Teutschen Cam-merfrau, Namens Bessola, Einzubringen. Nachdem verschiedene Versuchedawider angestellet worden, lies sie der König in ihrer .Einsamkeit, wo esihr so wohl gefiel, -es blieb aber, .und zwar von Rechtswegen, niemand beyihr. Sie hatte die Frau Herzogin von Richemont zur Ehrendame, dieFrau Marschallm von Rochefort.und die Frau von Maintenon waren ihreDames d'Atonr. Letztere schlug aus Sittsamkeit die .Stelle einer Ehrenda-me aus, rvelche durch den Tod der Frau Herzogin von Richelieu erledigtgeworden, und verschaffe solche der Frau Herzogin von Arpajou. DerKönig ernennet acht Personen vom Stande, die man Menins nennte undSvOO. Livres Gehalt bekamen, dem Dauphin Gesellschaft zu leisten.
Der König befiehlt, die Spanier anzuhalten, allenthalben die Segelzu streichen, und besucht nebst der Königin und seinem ganzen Hofstaat dieHafen von Flandern.
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