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Lebens-Beschreibung. XEV
de,dieSe.Königl.Maj. mir erwiesen, und bekenne gar gern, daß"solche mehr nach der Hoheit Ihrer Person und ihres recht Königli-"chcn Hertzens, als nach meiner Würdigkeit eingerichtet sey. Ein"solches zu verdienen,möchte mir wohl unmöglich fallen. Aber mein"Dichten und Trachten wird seyn, durch alle nur ersinnliche Sorgfalt"und Treue mich dahin zu bestreben, damit ich nimmer undanckbar,"noch gegen diese so besondre Gnade unerkenntlich erfunden werde."Euer Hoch-Neichs-Gräfl.Excell.dancke ich nicht minder für die groß-"se Güte, die sie gehabt, mich bey Sr.Königl.Majest. in Vorschlag"zu bringen, und wünsche von Hcrhen, das Glück zu haben, nicht allein"E. Excel!, in der von mir gefaßten guten Meinung zu bestärckcn; son-"dem auch die von Euer Excel!, an mir geschehene Wahl so wohl bey"demgantzenHofe,als insbesondre bey gegenwärtigen hochansehn-"liehen Räthen, wofern es immer möglich, durch mein Wohlverhal-"ten, rechtfertigen zu können. „
Er war inzwischen kaum aus Berlin abgereiset, als es Sr. Maj.dem Könige von Preussen gefiel,die seit so viel Jahren verledigteOber-Ceremonien-Meister-Stelle dem geheimen Rathe Freyherr« vonGundling aufzutragen, welches dieser in einem abgelassenen Schrei-ben dem Herrn von Besser selbst berichten und dabey aufdie Zurück-sendung einer oder andern in das Berlinische Archiv gehörigen Cere-moniel-Urkunden dringen muste. Wie aber unser Verfasser, wasdieses betrifft,sich deutlich erklärte,daß er von dergleichen in gedachtemArchive niemahlen etwas gefunden, folglich weder etwas mit sich neh-men noch zurücke schicken könne; so wüste er ihn auf das übrige in ei-ner zweydeutigen Antwort gar fein abzufertigen.
Als ich nachgehends im i^ten Jahre hieher nach Dreßdenkam, die Veranstaltungen zu bevorstehendem hohen Beylager mit an-zusehen, hatte ich, bey Gelegenheit einer von Ihr. Majest. dem Königeprächtig ausgerichteten Hochzeit bey Hofe für seinen Camer-Mohrenmit einer Mohrin,ein kurtzes Sinn-Gedicht verfertiget, welches je-doch nur geschrieben herum gieng.Als der Herr von Besser solches aneiner vornehmen Tafel zu lesen bekam, bezeigte er, neben seinem Bey-fall, auch fein Verlangen, den Verfasser dieses Stücks von Person zu
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