Band 
Erster Theil.
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CXXIV
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dxxiv Lebens-Beschreibung.

nur aus vielen Bänden, sondern sind auch, ohne Widerspruch, dieeinhigenvon dieser Art, folglich fürkein Geld in derWelt mehr zu ha-ben; worauf bey Erkauffung der Besserischen Bibliotheck von JhroKönigl. Majest. in Pohlen am meisten gesehen worden. Im Staats-Recht, in Hofgebräuchen, in Welt-Händeln, in öffentlichen Ge-prängen und überhaupt in der Ceremonie! - Wissenschafft war erhöchsterfahren, wie er es denn auch in dieser letzten weiter als sonst je-mand vor ihm gebracht hat. In der Geschichte der Gelehrsamkeitund in der besondern Kenntniß der Bücher, nebst allen Umstanden ih-rer Verfasser oder derverschiedenenAuflagen,wird man wenige Ge-lehrten finden, die ihn übertreffen. Seine Vielbelesenheit, seineKundschafft in Sprachen,und sonderlich seine Stärcke in unsrer Mut-ter-Sprache, worinn er, beydes in gebundener und ungebundener Re-de so Meistermaßig geschrieben, geben ihm keinen geringen Vorzug.Kurtz, er hatte mancherley schöne Verdienste, und sein langer Umgangmit der grossen Welt hatte ihn zu einem der geschicktesten Hof-Leutegemacht. Daher hätte er, nach dem Tode seiner Frau, leicht man-cherley vortheilhaffte Gelegenheit finden können, sich wieder zu ver-heyrathen. Es sey aber, daß er bey den wenigsten das angetroffen,was er bey jener verlohren hatte, oder daß sein Schicksal ihn nicht da-hin leitete; so blieb er doch bis an sein Ende im Wittwerstande: un-geacht ihm seine gute Freunde das Gegentheil anriechen, * und esauch einige mahl schien, als ob er ihrem Rache folgen wollte. Unterdemjenigen Frauen-Zimmer, welches dazu bey ihm in Betrachtungkam, war anfangs wiederum eine reiche,schöne und wohlgesittete Leip-zigerin, des ehmahligen Superintendenten D. Lehmanns JungferTochter daselbst, in welcher Absicht zwischen ihm und ihr einige Zu-sammenkünffte, an einem dritten Ort angestellt wurden. Ein ander-mal)! hatte der Freyherr von Canih ihm bereits zu solchem Endzweckein Empfehlungs-Schreiben an den Freyherr» von Schallcnfeld in

*Einerdavon schickte demHerrn von ihn zur Wiederverheyrachung undBesser, als er in den Adelstand war er- Fortpflantzung seines Geschlechts auf-hoben worden, folgende Verse zu, um zumuntecn:

Lum, HA», äomus rna nobilirLre viFelcar,

Lrern»m isääar nuxr» tecunäalori!

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