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Lebens-Beschreibung. <^xxv
Schlesien zugestellt; wegen dazwischen unvermuthlich vorgefallenenHof-Geschäfften aber, konte der Herr von Besser hernach seinemgehegten Vorsätze zuwider, dahin nicht abreisen. Die dritte und dieihm sein werther Freund, der Herr von Alvensleben, vorschlug, wareine reiche Adeliche Wittwe, derenthalben er auch eine Reise nachMagdeburg antrat; allein bey der Zusammenbräche fand er sie sowenig nach seinem Sinne, als weit liebenswürdiger ihm vorher eineandre junge Wittwe vorgekommen war, des General Weilers Hinter-bliebene zweite Gemahlin, eine gebohrnevon Blumenthal und ein En-gel an Schönheit und Verstand. Alldieweileneraberbey derselbenweniger Gegenneigung fand, als er sich anfangs vorgebildet hatte, sowollte er sich nachgehends zu keiner neuen Verheyrathung ferner ent-schließen ; ober gleich,weilersich derMachtderLiebe nicht ganh er-wehren konte, mit verschiedenen in einigem Liebesverstandnisse gelobethat. Ich will aber so bescheiden seyn, und keine davon nennen, alsdiejenige, deren er in seinen Gedichten selbst öffentlich erwehnet, nem-lich die bekante Conradine, welche nachmahls, durch seine Vermitt-lung, an den Grafen Gruzevski verheyrathet ward. Also bleibt seinerKühlcwcinin dannoch der Verzug auch noch im Grabe, daß er sich kei-ner andern, als nur ihr allein hat antrauen lassen. Er besaß noch einArmband von seiner Frau mit ihrem Bitdniß ins kleine, woran hintenauf weissen Grund folgende Verse mit schwachen Buchstaben einge-schmeltzt waren:
Ich trage, weil ich lebend bin,
Diß Bild von meiner Kühlwcinin,
Und sterb ich, soll mein Grab es haben,
Diß wisse, der mich läst begraben.
Dieses hatte ich auch in alle Wege nach seinemTode bewerckstelliget,weil ich eben derjenige war, der ihn zur Erde bestatten ließ. Allein,da er gedachtes Bild schon zuvor, nebst andern Vergleiches Stücken,seiner Frau Tochter nach Königsberg mitgebracht hatte, konte ich seinBegehren so wenig mehr hierunter vollziehen, als seinen andern zärtli-chen Wunsch, den er in seinen Schrifften über der Kühleweinin Ab-sterben von sich geäußert, nemlich in der von ihm dazu erkaussten
Grufft