Band 
Zweiter Theil.
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der Bevölkerung re. z

schwärmt« räuberisch zur See, aber auch aus eben demGrunde, woraus andere zu Lande schwärmten, weil mannemlich ihnen keine Nebenwohnungen im Lande verstatten,und höchstens eine Hütte auf der Küste erlauben mogte.

All« diese großen Vortheile für Tugend, Sitten undPolicey verlieren sich, so bald eine starke Bevölkerungdurch Städte, Dörfer oder Heuerleute verstattet wird.Dergleichen kleine Beywohner haben keine genügsame Hol-zungen, keinen hinreichenden Acker, und gerathen leichtin die Noth oder in die Versuchung dasjenige was ihnenfehlt, zu stehlen oder zu erbetteln. Die Gastfreyheit kanngegen die Menge so vieler kleinen und unsichern Leute nichtso reichlich mehr ausgeübet werden, als gegen die weni-gen hofgesessenen Nachbarn; man kaun ihnen auf ihrenHochzeiten, Kiudtaufen und Leichen nicht so nachbarlichzu Hülfe kommen; man kann nicht verlangen, daß sie ihreKinder so fleißig und rechtlich erziehen sollen, als die al-ten Hofgesessenen ; was man ihnen in Nothfallen giebt,hat man in gleichen Begebenheiten von ihnen nicht wie-der zu erwarten: und Geiz, Mißtrauen und Furcht schlei-chen sich in die besten Herzen ein, die sich gegen eine Men-ge vvn ungleichen Leuten nicht mehr so öfnen können, alSgegen edle Nachbarn, welche der Hülfe nie mißbrauchen,und allezeit im Stande sind, das empfangene durch Ge-gendienste zu vergüten. Die ganze Gesetzgebung verän-dert sich; es ist nun nicht mehr das würdige Capittel,das aus ebenbürtigen Mitgliedern besteht, das durch d nVerlust seiner Präbende in den Schranken der Ordnunggehalten werden kann, und eine Verweisung aus der Ver-sammlung für die empfindlichste Strafe halt. Die Nationist nun mit Flüchtlingen vermischt, die sich aus einer Lan-desverweisung nichts machen, die durch Galgen und Rad' A a gevan-